Elektroautos beim TÜV

Klare Sache: Auch E-Fahrzeuge müssen zur Hauptuntersuchung. 2018 wurden in Deutschland bereits mehr als 160.000 Fahrzeuge mit Elektro- oder Hybridantrieb neu zugelassen. „Diese Fahrzeuge müssen 2021 erstmals zur HU“, sagt Thorsten Rechtien, Kraftfahrtexperte vom TÜV Rheinland. Was sollten Fahrzeughalter nun beachten, wenn sie mit einem Elektrofahrzeug zur Prüfung kommen?

„Um unnötigen Stress zu vermeiden, sollten Autofahrer ein wenig Zeit investieren und ihren Wagen bereits im Vorfeld selbst inspizieren“, sagt Rechtien. „Viele Mängel erkennen auch Laien und können sie selbst beheben oder von einer Werkstatt beseitigen lassen.“ Das erspare die Nachuntersuchung, für die ja auch eine Gebühr fällig wird.

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Auf der TÜV Rheinland-Website finden sich unter www.tuv.com/hu detaillierte Checklisten für den HU-Termin. „Wer Mängel an der Traktionsbatterie oder zugehörigen Kabeln erkennt, sollte unbedingt die Finger davon lassen“, betont Rechtien. „An den Hochvoltkomponenten liegen sehr hohe Spannungen an, die lebensgefährlich sind.“ Hier dürften nur Fachleute tätig werden. Auch für die Prüfer gilt: Auf keinen Fall anfassen! Entsprechende Mängel stellen die Fachleute ausschließlich mit einer Sichtprüfung fest, die stets am Beginn einer HU von Fahrzeugen mit Elektroantrieb steht.

Bei den Kosten ändert sich auch bei Elektroautos nichts. Die Hauptuntersuchung gibt es zum Einheitspreis unabhängig von der Antriebsart. Nur die Abgasuntersuchung entfällt, sofern es sich um einen rein elektrischen Antrieb handelt.

Übrigens: Kraftfahrzeuge mit Antrieb ohne Verbrennungsmotor zählen zur Schadstoffgruppe 4. Damit benötigen auch rein elektrisch betriebene Fahrzeuge eine grüne Umweltplakette, um entsprechende Umweltzonen in Städten zu nutzen.

Lars Wallerang / glp

Nach Tötung von Tieren im Kreis Ludwigsburg: Taucher finden wohl Tatwaffen im Enzkanal

Taucher der Wasserschutzpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Einsatz haben am Freitag im Enzkanal zwei Äxte aufgefunden, die mutmaßlich zur Tötung von Tieren am vergangenen Wochenende auf der Vogelinsel in Besigheim verwendet wurden (Ludwigsburg24 berichtete). Die sichergestellten Äxte werden nunmehr kriminaltechnisch untersucht.

Mittlerweile abgeschlossen ist die veterinärmedizinische Untersuchung der getöteten Schafe. Danach steht für die Ermittler fest, dass die Tiere bereits tot waren, als sie in den Enzkanal geworfen wurden. Sie waren vorher vermutlich erschlagen worden.

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Die Meldung über die Tötung der Tiere hat große Betroffenheit ausgelöst. Neben einer Tierschutzorganisation haben mehrere Privatpersonen Belohnungen für Hinweise, die zur Ermittlung des oder der unbekannten Täter führen, ausgelobt. Sie summieren sich derzeit auf 5.800 Euro.

Personen, die Hinweise zur Identität des oder der Täter geben können, werden gebeten, sich beim Arbeitsbereich Gewerbe und Umwelt, Tel. 07142 405-0, zu melden.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg