Elon Musk will Twitter doch nicht mehr kaufen

Elon Musk will Twitter nicht mehr kaufen. Das geht aus einer Mitteilung bei der US-Börsenaufsicht vom Freitag hervor. Laut US-Medien soll Musk selbst mitgeteilt haben, seine Berater hätten am Freitag einen Brief an Twitter geschickt, wonach sie das Unternehmen formell darüber informieren, dass er den Fusionsvertrag kündigt.

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Dem Vernehmen nach wirft er Twitter vor, „einen wesentlichen Verstoß gegen mehrere Bestimmungen“ begangen zu haben. Bereits im Mai hatte Musk beim geplanten Twitter-Kauf vorerst einen Rückzieher gemacht. Damals angeblich, weil er Beweise wollte, dass Spam- und Fake-Konten tatsächlich weniger als 5 Prozent der Benutzer ausmachten.

Nach Ansicht mancher Marktkommentatoren sah das danach aus, dass Musk einen Vorwand sucht, um aus dem Deal auszusteigen. Erst im April hatte der Tech-Milliardär seine Beteiligung an Twitter bekannt gemacht, später war ein verabredeter Kaufpreis von 44 Milliarden US-Dollar veröffentlicht gemacht worden. Die bisherigen Aktien-Inhaber sollten 54,20 US-Dollar für jede Twitter-Aktie erhalten.

Zuletzt notierte das Papier bei rund 37 US-Dollar, allein am Freitag betrug der Kursverlust fünf Prozent binnen eines Tages.

red / dts

Adidas räumt Fehler in China ein

Nach Umsatzeinbrüchen in China hat Adidas-Chef Kasper Rorsted Fehler eingeräumt. „Natürlich haben wir Fehler in China gemacht“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe). Adidas habe die Konsumenten nicht gut genug verstanden.

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„So haben wir den Spielraum für chinesische Wettbewerber geöffnet, die das besser gemacht haben.“ Die Käufer wollten „einen chinesischen Touch“. Inzwischen entstehe ein Drittel der Produkte für China in China.

Hauptverantwortlich für die Umsatzrückgänge in China seien aber die Corona-Lockdowns. „Ich habe schon die Sorge, dass keiner weiß, wie lange Corona ein Thema bleibt.“ In Europa seien viele Menschen geimpft oder hätten sich infiziert, soweit sei China noch nicht.

Rorsted zeigte sich zuversichtlich, dass der chinesische Markt wieder anspringt. „China wird wieder kommen, und dann ist auch der Hebel nach oben groß.“ Doch falls Corona wider Erwarten dauerhaft ein Problem in China bleibe, könnten die Ziele von Adidas in Gefahr sein.

„Falls sich die ursprünglichen Annahmen dauerhaft ändern, müssten wir auch unsere Ziele anpassen“, sagte Rorsted. Der Konzern wachse derzeit aber stark in den westlichen Märkten. Mit Blick auf die umstrittene Fußball-WM in Katar sagte Rorsted: „Ich denke, es ist nie gut, wenn der Sport zu sehr politisiert wird.“

Der Fußball bringe Menschen zusammen. Und die WM habe auch Positives. „Die Lage für die Arbeiter vor Ort hat sich verbessert, auch durch die Aufmerksamkeit auf das Turnier.“

red