Energie bleibt teuer: Strompreise für Haushalte steigen – Unternehmen profitieren

Die Energiekosten für private Haushalte bleiben hoch: Im zweiten Halbjahr 2025 sind die Strompreise erneut gestiegen, während Gas nur leicht teurer wurde. Zwar zeigen sich im Jahresvergleich leichte Entlastungen, doch im Vergleich zur Zeit vor der Energiekrise zahlen Verbraucher weiterhin deutlich mehr. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor.

Von der Redaktion – 08.11 Uhr

ANZEIGE

Wiesbaden. Die Energiekosten für Haushalte in Deutschland bleiben auf einem hohen Niveau. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Strompreise im zweiten Halbjahr 2025 erneut gestiegen.

Private Haushalte zahlten im Schnitt 40,55 Cent pro Kilowattstunde Strom – ein Plus von 1,6 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr. Auch Gas verteuerte sich leicht: Hier lag der Durchschnittspreis bei 12,23 Cent pro Kilowattstunde, was einem Anstieg von 0,8 Prozent entspricht.

Deutlich über Vorkrisenniveau

Trotz teilweise rückläufiger Preise im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Belastung hoch. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021 – also vor Beginn der Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs – zahlen Haushalte deutlich mehr.

Gas ist laut Destatis rund 79 Prozent teurer als damals, Strom liegt noch immer gut 23 Prozent über dem Vorkrisenniveau.

Abgaben und Umlagen als Preistreiber

Ein wesentlicher Grund für die weiterhin hohen Kosten sind staatliche Abgaben und Umlagen. Beim Gas wirkten sich insbesondere die gestiegene CO₂-Steuer sowie zusätzliche Umlagen aus.

Beim Strom stiegen vor allem Abgaben und Umlagen, während sich einzelne Kostenbestandteile wie Beschaffung und Netzentgelte teilweise rückläufig entwickelten.

Unterschiede bei Unternehmen

Für Unternehmen entwickelte sich die Lage etwas anders: Sie zahlten für Erdgas im zweiten Halbjahr 2025 im Schnitt weniger als im ersten Halbjahr. Dennoch liegt auch hier das Preisniveau weiterhin deutlich über dem von vor wenigen Jahren.