Enkel-Trick per „WhatsApp“

Der Enkel-Trick geht in die zweite Runde. Seitdem auch Senioren den Kurznachrichten-Service „WhatsApp“ nutzen, sind ihnen Trickdiebe auf den virtuellen Fersen. Nun warnt die Polizei vor dieser Neuauflage des Enkel-Tricks.

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Hierbei informiert der vermeintliche Enkel seine ahnungslosen Großeltern oder andere Familienmitglieder per Messenger-Nachricht, dass er eine neue Handynummer habe. Und schwupps – ist die fremde Nummer im Handy gespeichert.

Im nächsten Schritt geht es direkt um das liebe Geld. In einer der folgenden Nachrichten informiert der falsche Enkel, dass mit dem neuen Handy (noch) kein Online-Banking möglich sei, er aber dringend Geld benötige. Klar, kein Problem für Oma und Opa, schnell ist das Geld an die per WhatsApp gesendete Kontonummer überwiesen.

Experten raten Betroffenen, bei WhatsApp-Nachrichten von unbekannten Nummern sehr wachsam und misstrauisch zu sein. Ein Anruf beim echten Enkel kann schon die nötige Klärung bringen. Auf jeden Fall solle man die Polizei über den Betrugsversuch informieren und die Tat anzeigen.

Lars Wallerang / glp

Einheitliches Ladekabel kommt bis Ende 2024

Das EU-Parlament hat den Weg zur Einführung einer einheitlichen Ladelösung für Mobiltelefone, Tablets und andere elektronische Geräte freigemacht. 602 Abgeordnete stimmten am Dienstag für eine entsprechende Richtlinie. 13 Parlamentarier stimmten dagegen, acht enthielten sich.

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Die neuen Regeln sehen vor, dass die meisten mobilen elektronischen Geräte bis Ende 2024 mit einem USB-Typ-C-Ladeanschluss ausgestattet sein müssen. Damit sollen unter anderem Elektronikabfälle reduziert werden. Die neuen Verpflichtungen sollen dazu führen, dass mehr Ladegeräte wiederverwendet werden.

Kritik kam am Dienstag aus der IT-Branche. „Die politische Festlegung auf einen technischen Standard wird vor allem Innovationen bremsen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Lobbyverbandes Bitkom, Bernhard Rohleder. Das laufe dem Grundsatz der Technologieoffenheit zuwider.

„Weil wohl kein Hersteller allein für den europäischen Markt eine Sonderlösung produziert, heißt der faktisch weltweite Standard für Ladekabel ab 2024 USB-C.“ Innovationen etwa bei Ladedauer oder Datenübertragung würden damit „politisch ausgebremst“.

red