
Pendler auf der A81 können auf etwas Entlastung hoffen: Im Engelbergtunnel wird am Samstag eine zweite Fahrspur in Richtung München/Karlsruhe geöffnet. Ganz vorbei sind die Einschränkungen aber noch lange nicht.
Von Hendrik Paul -16.26 Uhr
Ludwigsburg. Auf der A81 am Engelbergtunnel soll es ab Samstag etwas Entlastung geben. Die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest will am 25. April im Laufe des Vormittags eine zweite Fahrspur in der Weströhre in Richtung München/Karlsruhe freigeben.
Hintergrund sind die Reparaturen nach den Brandschäden im Tunnel. In den vergangenen Wochen wurden nach Angaben der Autobahn GmbH wesentliche Schäden behoben und vorgeschriebene Sicherheitseinrichtungen erneuert. Unter anderem wurden Linienbrandmeldekabel instandgesetzt, neue Sensoren getestet und Kameras neu ausgerichtet.
Zweite Spur soll Staus verringern
Die zusätzliche Fahrspur soll vor allem die Einfädelungsstaus vor dem Tunnelportal reduzieren. Dadurch soll auch die Unfallgefahr sinken, die durch Unachtsamkeit im Stau entstehen kann.
Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 40 km/h im Brandbereich bleibt allerdings weiterhin bestehen.
Tunnel stark belastet
Der Engelbergtunnel zählt zu den am stärksten befahrenen Tunneln in Deutschland. Bis zu 140.000 Fahrzeuge passieren ihn täglich. Entsprechend groß sind die Auswirkungen, wenn einzelne Fahrstreifen ausfallen.
Weitere Reparaturen nötig
Die Öffnung der zweiten Fahrspur ist nach Angaben der Autobahn GmbH nur ein Zwischenschritt. Ziel sei es, auch den dritten Fahrstreifen in der Weströhre möglichst schnell wieder freizugeben.
Wann das möglich ist, bleibt jedoch offen. Dafür muss weitere Technik installiert werden, insbesondere die Beleuchtung. Nach Angaben der Autobahn GmbH fehlen weiterhin Ersatzteile.
Auch übergeleitete Spur bleibt gesperrt
Nicht absehbar ist derzeit auch die Wiederinbetriebnahme des übergeleiteten Fahrstreifens von Karlsruhe kommend in Richtung Heilbronn. Bei Reparaturen an den Abluftlüftern habe sich gezeigt, dass der Schaden größer ist als zunächst angenommen.
Das bedeutet: Wenn die Oströhre nachts für Sanierungsarbeiten gesperrt werden muss, wird der Verkehr weiterhin über das nachgeordnete Straßennetz umgeleitet.
Eine Aussage zur Höhe des Schadens kann die Autobahn GmbH weiterhin nicht machen.

