Ermittler geben sich als Kinder aus: Kripo kommt zehn Tatverdächtigen auf die Spur

Spezialisierte Ermittler waren im Netz als vermeintlich Minderjährige unterwegs und kamen dabei zehn Männern auf die Spur. Gegen die Tatverdächtigen wird unter anderem wegen versuchten sexuellen Missbrauchs von Kindern, pornografischer Inhalte und Besitzes kinderpornografischer Inhalte ermittelt. Auch in Baden-Württemberg gab es Wohnungsdurchsuchungen.

Von der Redaktion – 16.28 Uhr

Stuttgart – Das Cybercrime-Zentrum der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg sind gemeinsam gegen Cybergrooming vorgegangen. Wie die Behörden mitteilten, waren speziell geschulte Ermittler im Herbst 2025 über mehrere Tage hinweg in sozialen Netzwerken und Chatplattformen als vermeintlich Minderjährige unterwegs.

Auf Grundlage der dabei geführten Chats konnten zehn tatverdächtige Männer im Alter von 19 bis 47 Jahren identifiziert werden.

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Gegen sie wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten sexuellen Missbrauchs von Kindern ohne Körperkontakt, der Verbreitung pornografischer Inhalte sowie des Besitzes kinderpornografischer Inhalte eingeleitet. Bei Verurteilungen drohen den Beschuldigten Geld- oder Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

In den folgenden Monaten wurden die Wohnungen von acht Beschuldigten in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt durchsucht.

Dabei stellten die Ermittler zahlreiche Computer, Smartphones und weitere digitale Speichermedien sicher. Zwei weitere Tatverdächtige sind derzeit unbekannten Aufenthalts.