
LUDWIGSBURG – Im Landkreis Ludwigsburg ist erstmals in diesem Jahr bei einem Wildvogel die Geflügelpest festgestellt worden. Wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilte, wurde das hochansteckende Virus vom Typ H5N1 bei einer tot aufgefundenen Graugans im Neckarbiotop Zugwiesen nachgewiesen. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte den Befund.
Der aktuelle Fall ist der erste Nachweis im Landkreis in der laufenden Vogelgrippesaison. Weitere Infektionen bei Wild- oder Hausgeflügel seien derzeit nicht bekannt, so das zuständige Veterinäramt.
Kein erhöhtes Risiko, aber Warnung an Geflügelhalter
Nach einer Bewertung der Lage sieht das Veterinäramt aktuell keinen Anlass für zusätzliche Schutzmaßnahmen. Das Infektionsrisiko für den Landkreis habe sich durch den Einzelfund nicht erhöht. Trotzdem appelliert das Amt eindringlich an alle Geflügelhalterinnen und -halter, die in Baden-Württemberg geltenden Biosicherheitsmaßnahmen weiterhin strikt einzuhalten, um einen Eintrag in die Hausgeflügelbestände zu verhindern.
Bundesweite Ausbreitung – Fokus auf Kraniche und Wasservögel
Bundesweit breitet sich das Virus derzeit wieder verstärkt aus. Besonders betroffen sind ostdeutsche Bundesländer, wo eine auffällig hohe Zahl an toten Kranichen registriert wurde. Auch bei anderen Wasservögeln wie Enten und Gänsen treten Infektionen auf – teilweise mit nur milden Symptomen. Experten vermuten, dass einige Arten bereits eine Teilimmunität entwickelt haben könnten.
In Baden-Württemberg war zuletzt am 23. Oktober ein größerer Geflügelbetrieb im Alb-Donau-Kreis betroffen. Auch dort wurde das Virus vom Subtyp H5N1 bestätigt.
red

