Essengehen, Tanken, Urlaub: Viele Deutschen sparen im Alltag wegen hoher Preise

Die anhaltend hohen Preise verändern den Alltag vieler Menschen. Einer aktuellen Umfrage zufolge schränkt sich inzwischen die Mehrheit bewusst ein – besonders häufig beim Essen, Tanken und Einkaufen.

Von Hendrik Paul – 06.41 Uhr

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Berlin. Die anhaltenden Preissteigerungen wirken sich weiter spürbar auf den Alltag vieler Menschen in Deutschland aus. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage geben 58 Prozent der Befragten an, sich zuletzt wegen der hohen Preise eingeschränkt zu haben.

41 Prozent sagen dagegen, ihr Verhalten habe sich nicht wesentlich verändert.

Jüngere und Haushalte mit weniger Geld besonders betroffen

Besonders häufig sparen laut der Erhebung Menschen unter 30 Jahren sowie Haushalte mit einem Nettohaushaltseinkommen von weniger als 2.500 Euro.

Die Umfrage deutet damit auf eine Entwicklung hin, die vor allem jene trifft, die im Alltag weniger finanziellen Spielraum haben.

Gespart wird an mehreren Stellen zugleich

Wer spart, tut das meist nicht nur in einem Bereich. Am häufigsten wird beim Essen außerhalb der eigenen vier Wände zurückgesteckt: 76 Prozent der Betroffenen nennen das.

Jeweils 69 Prozent geben an, bei Neuanschaffungen und bei Lebensmitteln zu sparen. 65 Prozent schränken sich beim Kraftstoff ein.

Auch Energie, Urlaub und Freizeit betroffen

Darüber hinaus sparen viele Menschen beim Energieverbrauch (59 Prozent), beim Urlaub (57 Prozent) und bei Freizeitaktivitäten (55 Prozent). Die Zahlen zeigen, dass die Preisentwicklung längst nicht mehr nur einzelne Konsumbereiche betrifft, sondern den Alltag in der Breite verändert.

Die Daten zur Forsa-Umfrage wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 24. und 27. April erhoben. Befragt wurden 1.005 Personen.