EU gibt 76 Millionen Euro für deutsche Chip-Technologie frei

Europa will bei Halbleitern unabhängiger werden. Die EU-Kommission hat eine deutsche Beihilfe von 76 Millionen Euro für das Münchner Start-up Quantum Diamonds genehmigt. Das Unternehmen soll eine neue Produktionsstätte für hochmoderne Testsysteme auf Basis von Quantensensoren aufbauen.

Von Lea Brandt – 13.51 Uhr

Brüssel – Die Europäische Kommission hat eine deutsche Beihilfe in Höhe von 76 Millionen Euro genehmigt, um das Münchner Start-up Quantum Diamonds beim Bau einer neuen Produktionsstätte für Halbleiter-Testsysteme zu unterstützen. Das teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit. Die Maßnahme soll im Einklang mit dem europäischen Chip-Gesetz die Position und Autonomie der EU in der Halbleiterwertschöpfungskette stärken.

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Deutschland hatte das Projekt „IPF-ATEST“ zur Genehmigung eingereicht, welches die Entwicklung und Herstellung fortschrittlicher Mess- und Inspektionssysteme für die Halbleiterindustrie umfasst. Diese Systeme basieren auf neuartigen Quantensensoren, die hochauflösende und dreidimensionale Inspektionen moderner Chips ermöglichen. Es wird die erste Produktionsstätte dieser Art in der EU sein. Die Beihilfe wird als direkter Zuschuss gewährt.

Die Kommission prüfte die Maßnahme nach den EU-Beihilfevorschriften und kam zu dem Schluss, dass sie die Entwicklung der Wirtschaftstätigkeit fördert, indem sie Produktionskapazitäten für Halbleiter-Testsysteme in Europa schafft. Die Beihilfe sei „erforderlich und geeignet“, um die Resilienz der europäischen Halbleiter-Lieferkette zu gewährleisten, hieß es. Zudem habe die Maßnahme „weitreichende positive Auswirkungen“ auf das europäische Halbleiter-Ökosystem und stärke die Versorgungssicherheit in Europa.