Facebook surft mit

Mehr als 140 Millionen Unternehmen nutzen Facebook – da können viele Daten anfallen. Die werden über einen “Facebook-Pixel”, den etwa ein Online-Händler in seinem Shop einbaut, erfasst, und ans soziale Netzwerk geschickt. Mithilfe dieser Daten kann Facebook Werbung genauer adressieren. Und je mehr persönliche Relevanz die Reklame hat, desto eher beißt der Nutzer an.

Für mehr Kontrolle über die eigenen Daten gibt es seit kurzem die Funktion “Aktivitäten außerhalb von Facebook”. Dort wird sichtbar gemacht, welche Firmen oder Apps Daten mit Facebook geteilt haben. Die gelisteten Daten lassen sich vom eigenen Profil entkoppeln; komplettes Löschen ist aber nicht möglich.

Dass Facebook Unmengen an persönlichen Daten verarbeitet, zeigte ein Check von Computer Bild: In dem Nutzerprofil einer Redakteurin tauchten 61 Apps und Webseiten auf, die Daten an das Netzwerk schickten, teilweise über 100 Mal. Mit der neuen Kontrollfunktion kann man die Sammelwut etwas eindämmern. Aus technischen Gründen, so Facebook, werden dort aber nicht alle Aktivitäten abgebildet.

Ralf Loweg

 

Fahrverbot für Rettungsgassen-Sünder

Dass eine Rettungsgasse Leben retten kann, ist unbestritten. Trotzdem wird mit dieser Beschleunigungsmöglichkeit für Rettungsfahrzeuge immer noch Schindluder getrieben – ob absichtlich oder aus Unkenntnis. Doch die Strafen für solche Vergehen werden jetzt härter.

Wer keine Rettungsgasse bildet, zahlt laut ADAC zwar wie bisher auch 200 Euro Bußgeld und kassiert zwei Punkte in Flensburg. Doch dazu kommt jetzt auch noch ein Monat Fahrverbot. Wer durch die Rettungsgasse fährt oder sich an Einsatzfahrzeuge dranhängt, ist mit mindestens 240 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot dabei.

Ein ADAC-Sprecher: “Damit die Rettungs- und Einsatzkräfte schnell und ohne Behinderung zum Unfallgeschehen kommen, muss die Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr gebildet werden.” Dazu weichen die Autofahrer auf Autobahnen und Straßen außerorts mit mehreren Fahrstreifen je Richtung auf der linken Spur nach links aus, alle anderen orientieren sich nach rechts. Da auf die Polizei noch Notarzt, Feuerwehr oder Abschleppdienst folgen können, muss die Rettungsgasse so lange offen bleiben, bis sich der Stau auflöst.

In Österreich gibt es die Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, auf Autobahnen und Schnellstraßen mit mindestens zwei Fahrspuren je Richtung. In Frankreich müssen Einsatzfahrzeuge die Möglichkeit haben, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren.

In der Schweiz muss auf Autobahnen mit zwei Fahrstreifen für Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse in der Mitte frei bleiben. Bei drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen ist die Gasse zwischen dem linken und dem zweiten Fahrstreifen von links zu bilden. In Italien gibt es bisher keine speziellen Vorschriften.

Rudolf Huber