Fairtrade-Fußbälle für Ludwigsburger Vereine

Vier Ludwigsburger Sportvereine spielen jetzt im Training und in den Punktspielen der Rückrunde mit fair produzierten und gehandelten Fußbällen. Erster Bürgermeister Konrad Seigfried und Isabel Kurz, Abteilungsdirektorin Vorstandsstab der Kreissparkasse Ludwigsburg, haben jetzt die neuen Fußbälle an die DJK-Sportgemeinschaft Ludwigsburg e.V., die Kultur- und Sportvereinigung Hoheneck e.V., den MTV 1846 e.V. Ludwigsburg und den Turnverein Pflugfelden 1907 e.V. übergeben. Die Stadt übernimmt 75 Prozent der Kosten für die fair produzierten und gehandelten Bälle. Mit 2.000 Euro unterstützt die Kreissparkasse Ludwigsburg die Aktion.

Schon seit Jahren engagiert sich die Stadtverwaltung gemeinsam mit lokalen Akteuren für den Fairen Handel. „Unsere Kaufentscheidungen haben weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, auf die Umwelt, das Klima und die soziale Gerechtigkeit“, sagt Erster Bürgermeister Konrad Seigfried. „Und so freue ich mich sehr, dass auch die Sportvereine diesem Thema gegenüber immer aufgeschlossener werden“, so der Rathaus-Vize weiter, „sie sind schließlich große Multiplikatoren in unserer Gesellschaft.“ Produkte des fairen Handels werden ohne Kinderarbeit gefertigt. Sie stehen für nachhaltiges Wirtschaften, für den fairen Umgang mit Rohstoffproduzenten und helfen, die Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern zu verbessern.

„Nachhaltiges Denken und Handeln gehört für die Kreissparkasse schon immer zum Kern unseres unternehmerischen Selbstverständnisses und Handelns. Deshalb unterstützen wir solche Aktionen besonders gerne“, so Pressesprecherin Isabel Kurz.

In Ludwigsburg konnten in den letzten zehn Jahren schon etliche Projekte und Aktionen zur Unterstützung des Fairen Handels umgesetzt werden. Beispiele sind der Einkaufswegweiser „Fair genießen“, die Einführung des fairen Ludwigsburger Barockkaffees oder die „Klamotten-Tauschparty“ für Jugendliche und junge Erwachsene. Werbespots in den Kinos zeigten 2018, dass es inzwischen nicht mehr so schwer ist, fair einzukaufen und zu kochen. Initiativ und maßgeblich beteiligt an vielen Aktionen ist dabei die ehrenamtliche Ludwigsburger Fairtrade-Agendagruppe, die dieses Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum feiert.

Auch innerhalb der Stadtverwaltung wurden die Weichen längst entsprechend gestellt. Der Gemeinderat beschloss beispielsweise 2003, bei Veranstaltungen und Sitzungen fair gehandelte Produkte zu verwenden. Außerdem trat 2018 ein Regelwerk zur fairen Beschaffung von Produkten unter anderem für Büroausstattung und Büromaterialien in Kraft.

Steelers unterliegen erst nach Penaltyschiessen

Das dritte Spiel binnen fünf Tagen stand gestern in Bad Nauheim auf dem Programm. Für Stephon Williams rückte Cody Brenner ins Tor, so dass Chris Owens ins Team zurückkehrte, da Marc St-Jean den US-Goalie nicht aufbot. Auf der Bank als Backup saß Youngster Anton Palmer. Mit zwei Siegen im Rücken wollte man auch dieses Spiel positiv gestalten, am Ende sprang ein Punkt heraus.

Das Spiel vor den 1.611 Zuschauern, darunter ca. 80 aus dem Ellental, begann mit einem Schuss von Cody Sylvester, der Cody Brenner jedoch nicht vor große Schwierigkeiten stellte. Nur wenige Augenblicke später spielte Alex Preibisch einen starken Pass auf Guillaume Leclerc, der jedoch am starken Felix Bick scheiterte. Der Goalie der Teufel stand auch in den Folgeminuten eher im Mittelpunkt und machte seine Sache gegen Niki Goc und matt McKnight sehr gut. In der 13. Minute sprachen die Hauptschiedsrichter Eugen Schmidt und Sascha Westrich die erste Sprache des Spiels aus. Es traf Niki Goc wegen Beinstellens. Das Penaltykilling funktionierte gut und es blieb beim torlosen Unentschieden. Die Partie wurde ausgeglichener und auch die Hessen kamen zu ersten guten Möglichkeiten. 39 Sekunden vor der ersten Sirene wurden nach einem Check von Benjamin Zientek gegen Huba Sekesi erste Nettigkeiten ausgetauscht. Der Check wurde nicht geahndet, doch auf Seiten der Steelers mussten wegen übertriebener Härte Lukas Laub und Norman Hauner runter, bei den Nauheimern Cody Sylvester und Marc El-Sayed. Weiteres passierte vor der ersten Pause nicht mehr.

Die Schwaben kamen stark aus der Kabine und setzten das Tor von Felix Bick mächtig unter Druck, doch weder Yannick Wenzel, Lukas Laub oder Benjamin Zientek konnten ihn bezwingen. Die Hausherren konnten sich nur wenig entlasten und hatten in der 27. Minute durch die Andreas Pauli den bis dato ersten Schuss des zweiten Abschnitts, den Cody Brenner sicher hielt. Binnen nicht einmal einer Minute gab es dann zwei Strafen gegen die Nauheimer und 49 Sekunden doppelte Überzahl. Die Scheibe lief zwar gut, doch was Zählbares sprang nicht heraus. Benjamin Zientek hatte mit einem satten Pfostenschuss die beste Möglichkeit. Im Anschluss musste man ebenfalls in Unterzahl ran, überstand dies jedoch schadlos. Niki Goc hatte noch toller Vorarbeit die letzte große Chance des Mittelabschnitts, doch wieder war Felix Bick Endstation. Da Mike Card 50 Sekunden vor Ende eine Strafe erhielt, begann das letzte Drittel mit Überzahl für die Steelers.

In diesem rettete erneut das Gehäuse für Felix Bick, denn der Schuss von Matt McKnight klatschte gegen die Latte. Nach dem Studium des Videobeweises wussten es auch die Schiedsrichter noch genauer. Beide Mannschaften hatten im Powerplay noch die Chance auf die Entscheidung, doch weder Felix Bick, noch Cody Brenner ließen einen durch – es ging in die Overtime.

In dieser gaben die Steelers den Ton an, doch auch hier wollte die Entscheidung nicht fallen, so dass es als „Sahnehäubchen“ noch das Penaltyschießen gab. Hier muss man sagen, dass das Spiel im Gesamten nicht unbedingt ein Leckerbissen war – mit Ausnahme von Torhüter Cody Brenner und Felix Bick.

Im Shootout trafen für die Teufel Mike Card und Huba Sekesi. Für die Steelers netzte lediglich Myles Fitzgerald sehenswert ein, so dass es am Ende „nur“ einen Punkt gab, der aber in der Endabrechnung sehr wichtig sein kann.

Am Freitag geht es für die Schwaben erneut auf Tour, denn man ist zu Gast bei den Bayreuth Tigers, die am Sonntag zum Rückspiel in die EgeTrans Arena kommen werden.