
Ludwigsburg. Mit einem festlichen Empfang hat der FDP-Kreisverband Ludwigsburg sein 80-jähriges Bestehen gefeiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen nicht nur Rückblicke auf acht Jahrzehnte liberaler Geschichte, sondern auch der Blick nach vorn – mit klaren politischen Botschaften und Forderungen.
Als Festrednerin sprach Susanne Seehofer, Mitglied im Bundespräsidium der FDP. Sie betonte, dass die Liberalen „die einzige Partei [sind], die das Motto ‚Leben und leben lassen‘ und damit den Einsatz für das Individuum an erste Stelle stellt“. Besonders im Bereich Mobilität sei dies erkennbar: „Individuelle Mobilität ist uns als FDP enorm wichtig.“
Mit Blick auf die Finanz- und Rentenpolitik kritisierte Seehofer die aktuelle Bundesregierung scharf: „Es muss Schluss sein mit einer Politik, die auf Kosten der jungen Generation geht.“ Das Rentenpaket sei „nicht generationengerecht“. Deutschland brauche eine Aktienrente, „damit unser Rentensystem fit für die Zukunft wird“.
Die scheidende Kreisvorsitzende Viola Noack würdigte in ihrer Rede den Mut der Gründer nach dem Zweiten Weltkrieg: „Ich bewundere den Mut und die Entschlossenheit derjenigen, die sich nach dem Krieg 1945 engagiert haben und eine liberale Partei gegründet haben.“ Das 80-jährige Bestehen sei „nicht nur Geschichte, sondern vor allem auch eine Verpflichtung“. Liberale Verantwortung bedeute „Gestalten“.
Auch der Ludwigsburger Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht und der Erste Landesbeamte Jürgen Vogt überbrachten Grußworte und hoben die Bedeutung der FDP im politischen Spektrum der Stadt und des Landkreises hervor.
Landtagskandidat und Kreisvorsitzender Wolfgang Vogt lenkte den Blick schließlich auf die Zukunft und auf die Bildungspolitik. Er forderte ein „durchlässiges Schul- und Bildungssystem“, das allen Kindern faire Chancen bietet, und unterstrich: „Ein Meister ist so viel wert wie ein Master. Das ist für uns als FDP nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern fester Bestandteil unserer Politik.“
Zum Abschluss gratulierte auch Jochen Haußmann, FDP-Kreisvorsitzender im Rems-Murr-Kreis und parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion. Er lobte die „beeindruckende Tatkraft“ der Liberalen im Nachbarkreis und rief zu einem „bodenständigen und bürgernahen“ Wahlkampf auf.
red

