Feinstaub-Tickets für Porsche-Mitarbeiter

Autobauer, die aus Stuttgart kommen, müssen sich auch mit Feinstaub auskennen. Aus diesem Grund hat Porsche 2016 sogenannte “Feinstaub-Tickets” eingeführt. Was hat es damit auf sich?

Ganz einfach: Mit dem Ticket können Mitarbeiter des Sportwagenherstellers den öffentlichen Personen-Nahverkehr im Großraum Stuttgart an Feinstaub-Tagen unentgeltlich für den Arbeitsweg nutzen. Jetzt hat Porsche das Angebot erneuert. Auch in der bevorstehenden Feinstaub-Saison genügt wiederum der Mitarbeiterausweis, um mit den entsprechenden Transportmitteln kostenfrei zur Arbeitsstätte zu gelangen.

Mit dem Feinstaub-Ticket habe man eine Regelung gefunden, den Individualverkehr in Stuttgart und Umgebung an besonders kritischen Tagen zu reduzieren, sagt Andreas Haffner, Vorstand für Personal und Soziales der Porsche AG. Gleichzeitig betont er, dass das Feinstaub-Ticket lediglich ein Baustein von vielen im Rahmen des betrieblichen Mobilitäts-Managements des Sportwagenherstellers ist: “Mit diesen vielfältigen Angeboten wollen wir unseren Teil dazu beitragen, die Straßen im Berufsverkehr möglichst nachhaltig zu entlasten.” Noch viel schöner wäre es aber, wenn das ganz ohne Feinstaub geschehen würde.

Ralf Loweg

So steht es um die Sterbehilfe

Die Zustimmung der Deutschen zur Sterbehilfe durch Ärzte ist hoch: Immerhin 67 Prozent lehnen den geltenden Strafrechtsparagrafen 217 ab. Dieser sieht unter anderem Strafen von bis zu drei Jahren Haft vor, wenn Ärzte Patienten wiederholt bei der Selbsttötung helfen.

Über diesen Paragrafen 217 StGB entscheidet jetzt das Bundesverfassungsgericht. Das 2015 vom Bundestag beschlossene und schon damals umstrittene Gesetz verbietet die sogenannte geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung. Vor allem Ärzten ist es danach untersagt, wiederholt schwerstkranken Patienten tödlich wirkende Medikamente zur Verfügung zu stellen.

Gegen den Strafrechtsparagrafen haben unter anderem Patienten, Ärzte und Sterbehilfeorganisationen geklagt. Er verletze das verfassungsmäßig garantierte Selbstbestimmungsrecht von Menschen, so das Kernargument der Kläger, heißt es.

Die Umfrage von Report Mainz ergab außerdem: 81 Prozent der Bevölkerung befürworten ausdrücklich, dass es Ärzten erlaubt sein sollte, Schwerstkranke beim Suizid zu unterstützen. Das ist eine Zunahme gegenüber einer früheren Befragung: 2012 hatten diese Frage nur 76 Prozent bejaht.

Ralf Loweg