Fernwärme-Ausbau in Ludwigsburg gewinnt an Tempo – fast 1.000 Interessensmeldungen registriert

Der Ausbau der Fernwärme in Ludwigsburg und Kornwestheim gewinnt spürbar an Dynamik. Fast 1.000 Haushalte haben ihr Interesse registriert – eine wichtige Grundlage für die künftige Netzplanung der Stadtwerke. Ab 2027 soll sich die Ausbaustrategie noch stärker an der konkreten Nachfrage orientieren.

Von der Redaktion – 14.22 Uhr

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Ludwigsburg/Kornwestheim. Der Ausbau der Fernwärme in Ludwigsburg und Kornwestheim stößt auf wachsende Nachfrage. Wie die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) mitteilen, nähert sich die Zahl der über eine interaktive Wärme-Website registrierten Interessensbekundungen inzwischen der Marke von 1.000.

Die Plattform war Mitte 2025 gemeinsam mit den beiden Gesellschafterstädten online gegangen. Bürgerinnen und Bürger können dort ihr Interesse an einem Fernwärmeanschluss über eine digitale Karte hinterlegen. „Die Resonanz ist überragend und hilft uns nicht nur im Vertrieb, sondern auch bei der Netzplanung immens weiter“, erklärt Saša Janić, Abteilungsleiter Wärmevertrieb und Wärmewirtschaft bei der SWLB.

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Während im ersten Halbjahr 2025 etwas mehr als 200 Anfragen bei den Stadtwerken eingingen, folgten nach dem Start der Website im zweiten Halbjahr knapp 600 weitere Interessensmeldungen. Für die Ausbauplanung ist diese Datengrundlage von zentraler Bedeutung. „Bereits in unseren letzten Planungs-Updates haben wir aufgrund der gesetzten Marker den Ausbau einzelner Straßen vorgezogen. Da die Datengrundlage immer besser wird, werden wir ab 2027 unsere Ausbaustrategie ganz konkret daran orientieren“, sagt Moritz Garbas, Projektentwickler in der Abteilung Strategie und Entwicklung Wärme.

Netz wächst – Leistung entspricht rund 13.500 Haushalten

Zum Jahreswechsel 2025/2026 umfasste das Fernwärmenetz unter Verantwortung der SWLB knapp 85 Leitungskilometer mit rund 1.600 aktiven Hausanschlüssen. Dabei entspricht ein Anschluss in vielen Fällen nicht nur einem einzelnen Haushalt, sondern versorgt häufig Mehrfamilienhäuser, Wohnanlagen, Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen.

„Das mag sich zunächst nach wenig anhören – tatsächlich steckt dahinter jedoch eine beachtliche Wärmemenge“, so Janić. Ende 2025 lag die bereitgestellte Gesamtwärmeleistung bei rund 135.000 Kilowatt. Ein durchschnittlicher Haushalt benötige etwa 10 Kilowatt Anschlussleistung. „Unsere gelieferte Wärme entspricht somit in etwa dem Bedarf von rund 13.500 Haushalten“, rechnet Janić vor.

Die kommunalen Wärmeplanungen beider Städte setzen laut SWLB künftig verstärkt auf Fernwärme als zentrale Heiztechnologie. Der weitere Ausbau soll vor allem dort erfolgen, wo konkretes Interesse besteht.

Interessierte können sich unter www.waerme-swlb.de in die digitale Fernwärme-Karte eintragen und damit die Planungen der Stadtwerke beeinflussen.