Filtersäulen am Neckartor verschwinden – Minister Hermann: Gefilterte Luft im Freien muss historische Ausnahme bleiben

Stuttgart/Ludwigsburg – Das Symbol für Stuttgarts einstige Luftprobleme wird abgebaut: Die 23 Luftfiltersäulen am Neckartor, seit 2018 im Einsatz, sind nicht mehr notwendig. Die Luftqualität hat sich so deutlich verbessert, dass die Filteranlagen abgeschaltet wurden, teilte das Verkehrsministerium in Baden-Württemberg mit.

„Es ist eine gute Nachricht, dass man die Luft in Stuttgart nicht mehr filtern muss, um durchatmen zu können. Dabei muss es bleiben. Gefilterte Luft im Freien darf nur eine historische Ausnahme bleiben“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann.

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Das Pilotprojekt kostete über zwei Millionen Euro und wurde gemeinsam mit dem Ludwigsburger Unternehmen MANN+HUMMEL durchgeführt. Dessen Geschäftsführer Hanno Höhn zieht eine positive Bilanz: „Seit 2018 begleiten unsere Filtersäulen diesen Übergang als wirksame Technologie.“

Auch wenn die Filter nur lokal wirkten, leisteten sie laut Ministerium einen wichtigen Beitrag zur Einhaltung der NO₂-Grenzwerte. Hermann stellte jedoch klar:

„Diese teure Nachsorge mit Filtern war notwendig, um die Spitze der Luftschadstoffbelastung zu kappen.“

Der Rückbau erfolgt nun im Zuge von Baumaßnahmen an der Cannstatter Straße (B14). Künftig setzt das Land auf langfristige Maßnahmen wie den ÖPNV-Ausbau, Verkehrslenkung und strikte Abgasregeln – insbesondere mit Blick auf die verschärften EU-Grenzwerte ab 2030.

red