
Ein 22-Jähriger flüchtet in der Nacht mit hohem Tempo vor der Polizei und verliert bei Ditzingen die Kontrolle über seinen Audi. Mehrere wartende Fahrzeuge werden in den Unfall verwickelt, alle Beteiligten werden leicht verletzt. Im Auto des mutmaßlichen Unfallverursachers finden die Beamten später unter anderem Alkohol, ein Messer, Reizstoff und eine Schreckschusswaffe.
Von Lea Brandt – 13.44 Uhr
Ditzingen/Leonberg. Eine riskante Flucht vor der Polizei hat in der Nacht zum Sonntag (26. April 2026) in Ditzingen in einem schweren Unfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen geendet. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt, der mutmaßliche Verursacher wurde kurz nach dem Crash festgenommen.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Ludwigsburg fiel ein 22-jähriger Fahrer eines Audi A7 gegen 01:30 Uhr zunächst im Stadtgebiet Leonberg durch deutlich überhöhte Geschwindigkeit auf. Als die Polizei den Wagen kontrollieren wollte, entzog sich der Fahrer der Kontrolle durch starkes Beschleunigen – laut Mitteilung teilweise mit mehr als 100 km/h im Stadtgebiet. Zum Schutz Unbeteiligter verzichteten die Beamten auf eine unmittelbare Verfolgung.
Der Fahrer setzte seine Flucht über die L1137 in Richtung Ditzingen fort. Kurz vor der Einmündung zur Siemensstraßeverlor er die Kontrolle über den Audi und geriet nach links in den Grünstreifen. Dort streifte der Wagen zunächst seitlich einen Audi A3, in dem ein 29-jähriger Fahrer und seine 25-jährige Beifahrerin saßen.
Anschließend prallte der flüchtende Audi gegen einen Leitpfosten und einen Baum, wurde von dort abgewiesen, drehte sich und riss zusätzlich ein Verkehrszeichen aus der Verankerung. Im weiteren Verlauf kollidierte der Wagen seitlich mit einem VW Golf, der von einer 32-Jährigen an einer roten Ampel geführt wurde. Der Golf wurde durch die Wucht des Aufpralls in den Grünstreifen geschoben.
Danach stieß der Audi noch mit einem VW Up zusammen, in dem ein 25-jähriger Fahrer und seine 21-jährige Beifahrerin saßen. Dieser Wagen wurde wiederum auf einen Mercedes Marco Polo aufgeschoben, der von einem 48-Jährigen gelenkt wurde und ebenfalls an der roten Ampel wartete.
Der Unfallverursacher flüchtete anschließend zu Fuß, wurde jedoch von einem Beteiligten verfolgt und kurze Zeit später festgenommen. Bei ihm nahmen die Einsatzkräfte Alkoholgeruch wahr. Zudem fanden sie ein Reizstoffsprühgerät, ein Küchenmesser sowie eine Schreckschusswaffe.
Nach bisherigen Erkenntnissen wurden sämtliche Unfallbeteiligten leicht verletzt. Der entstandene Gesamtsachschaden liegt bei mindestens 100.000 Euro.
Verwendete Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

