Flüchtlingskrise im Landkreis: Proteste gegen geplante Erstaufnahme in Tammerfeld

Von Ayhan Güneş

Seit dem Kriegsbeginn im vergangenen Februar haben bereits mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine in Deutschland Schutz gesucht. Das Land Baden-Württemberg hat nach Angaben des Ministeriums bereits mehr als 180.000 Geflüchtete aufgenommen, darunter 151.000 aus der Ukraine. Nun prüft das Land, ob das Gelände am Tammerfeld, einem Gebiet zwischen Tamm, Asperg und Ludwigsburg, für die Landeserstaufnahme von Flüchtlingen geeignet ist. Doch seit die Pläne bekannt wurden, herrscht in den benachbarten Kommunen Tamm und Asperg große Aufregung.

Am Montagabend (27.02.23) versammelten sich rund 500 Menschen vor dem Rathaus der Stadt Tamm, (13.000 Einwohnern), um gegen die Pläne zu protestieren. Sie befürchten, dass die öffentliche Sicherheit durch die Unterbringung von 1000 Flüchtlingen in dem untersuchten Gebiet “Schanzäcker” gefährdet wird. Das Land versichert jedoch, dass die Menschen nicht dauerhaft dort bleiben werden und auf die Landkreise verteilt werden sollen.

Die Veranstaltung in Tamm war nach nur 30 Minuten beendet. Das Land prüft weiterhin, ob das Gelände am Tammerfeld für die Landeserstaufnahme geeignet ist, während die Gemeinden in der Umgebung sich auf weitere Proteste vorbereiten. Die Flüchtlingskrise in Deutschland und die Unterbringung von Geflüchteten bleiben ein umstrittenes Thema, das auch in Zukunft für Diskussionen sorgen wird.

Mann ignoriert Hausverbot im Freibad und provoziert Polizeieinsatz

Am Mittwoch (31.05.2023) kam es gegen 17.45 Uhr zu einem Polizeieinsatz in einem Freibad in Steinheim an der Murr. Der Grund dafür war ein 36-jähriger Mann, der sich weigerte, das Gelände auf Anweisung der Freibadleitung zu verlassen. Der Mann hatte ein Hausverbot von vier Wochen erhalten, da er in der Vergangenheit mehrmals die Regeln des Freibads missachtet hatte.

Die Polizeibeamten waren damit beauftragt, ihn aus dem Freibad zu begleiten. Doch als der Mann angab, dass er noch Kleidung auf der Wiese liegen habe, versuchte er wiederholt, in Richtung des Schwimmbeckens zu gelangen. Trotz der Anweisungen der Polizei, sich davon fernzuhalten, widersetzte er sich hartnäckig.

Wie die Polizei weiter berichtet wurde mit der Zeit das Verhalten des Mannes immer aggressiver, sodass die Polizeibeamten gezwungen waren, ihn zu Boden zu bringen. Unter Einsatz von Handschließen wurde er schließlich zum Streifenwagen gebracht und zum Polizeirevier transportiert.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 36-Jährige wieder auf freien Fuß entlassen. Er wird nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zur Verantwortung gezogen und muss sich vor Gericht verantworten.

red