Freiheit und Gefängnis: Zwei Führungen zeigen Vaihingen von ungewohnter Seite

Wie entwickelte sich politische Mitbestimmung in Vaihingen – und wo wurden früher Gefangene eingesperrt? Zwei Themenführungen am ersten Oktober-Wochenende nehmen Seiten der Stadtgeschichte in den Blick, die im Alltag leicht übersehen werden. Eine davon führt durch rund 600 Jahre Vaihinger Gefängnisgeschichte.

Von der Redaktion (lb) – 97.48 Uhr

ANZEIGE

Vaihingen an der Enz. Freiheit auf der einen, Gefängnis auf der anderen Seite: Stadtführer Reinhard Wahl lädt Anfang Oktober zu zwei Rundgängen ein, die Vaihingen aus ungewöhnlichen Perspektiven zeigen.

Den Auftakt macht am Freitag, 2. Oktober, um 18 Uhr die Führung „Demokratie oder auch nicht?“ im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie.

ANZEIGE

Dabei geht es um die Frage, wie sich Freiheit und politische Mitbestimmung in der Vaihinger Geschichte entwickelt haben. Der Rundgang stellt Zeiten von Herrschaft und Unterdrückung solchen gegenüber, in denen Menschen für mehr politische Teilhabe eintraten.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

600 Jahre Vaihinger Gefängnisgeschichte

Deutlich düsterer wird es am Sonntag, 4. Oktober. Dann führt Wahl ab 14.30 Uhr durch rund 600 Jahre Gefängnisgeschichte.

Unter dem Titel „Vaihinger Knäste“ geht es zu Orten, an denen sich frühere Haftbedingungen nachvollziehen lassen. Dazu gehören der Haspelturm und das ehemalige Oberamtsgefängnis, das nach Angaben der Stadt erst Anfang der 1970er Jahre geschlossen wurde.

Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Wie wurden Menschen früher eingesperrt? Wie sahen die Haftbedingungen aus? Und wie hat sich der Umgang mit Gefangenen über die Jahrhunderte verändert?

Die Teilnahme kostet sechs Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder. Bezahlt wird vor Ort.

Treffpunkt für beide Führungen ist das Stadtmodell am Rathaus auf dem Marktplatz.