Frust statt Lust am Samstagabend

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Die MHP RIESEN Ludwigsburg haben ihr Heimspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg 67:85 verloren. Bei der Rückkehr von Owen Klassen und Lamont Jones kassierte das Team von Headcoach John Patrick die fünfte Pleite in Serie.  

Das Überraschungsmoment hatte Headcoach John Patrick im Vorfeld der Partie gegen die EWE Baskets Oldenburg auf alle Fälle auf seiner Seite. Denn der US-Amerikaner hatte gleich vier personelle Änderungen zu vermelden: Trevor Mbakwe fehlte, nach einem Schlag gegen den Kopf, verletzungsbedingt mit einer Gehirnerschütterung, Owen Klassen kehrte nach seinem Daumenbruch in den Kader zurück – und auch Lamont Jones stand erstmals im RIESEN-Aufgebot. Hierin fehlte dagegen Thomas Wilder. Der US-Amerikaner war in den vergangenen Tagen mit dem Wunsch der Vertragsauflösung auf die Barockstädter zugekommen und flog bereits am Samstagvormittag in sein Heimatland.

Trotz aller Wechsel startete Ludwigsburg gut ins Spiel und lieferte den favorisierten Niedersachsen in den ersten Spielminuten einen Kampf auf Augenhöhe (8:9, 6.). Da die Hausherren zudem auch in der Defensive solide standen, konnte Patrick nach dem ersten Viertel weitestgehend zufrieden sein (18:19, 10.).

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Zum Start der zweiten zehn Minuten sank die Laune dann aber schnell gen Nullpunkt: Die Oldenburger kamen ins Laufen und zwangen damit die MHP RIESEN zur Ansprache am Seitenrand. Kurzfristig blieb Ludwigsburg, dank zweier Distanztreffer dran, die EWE Baskets waren aber weiterhin das gefährlichere Team, übernahmen mehr und mehr das Heft des Handelns, zwangen die Schwaben in dieser Phase der Partie zu sieben Turnovern, bestimmten das Tempo und zogen bis zur Halbzeit auf 15 Zähler davon (31:46, 20.).

Oldenburg bleibt das überlegene Team 

Die Ansätze, welche Ludwigsburg nach dem Seitenwechsel zeigte, waren dann zwar keinesfalls schlecht – doch Oldenburg blieb weiterhin das überlegene Team und startete mit einem 7:0-Lauf in den dritten Abschnitt. Die Barockstädter steckten dennoch nicht auf und nahmen ihr Herz noch einmal in beide Hände. Lautstark unterstützt wurden sie dabei von mehr als 3.000 Zuschauern, welche entscheidenden Anteil daran hatten, dass die Hausherren das 22-Punkte-Defizit verkürzen konnten (50:65, 30.). Vor dem letzten Viertel war die Partie somit noch nicht endgültig entschieden.Mit zunehmender Spieldauer lief den Ludwigsburgern dann aber die Zeit davon. Patricks Schützlinge agierten weiterhin viel zu selten auf Augenhöhe und waren nicht in der Lage die Partie noch einmal herumzureißen. In Spielminute 37 machte ein Distanztreffer von Rickey Paulding den Deckel endgültig drauf: Der Routinier verwandelte freistehend, sorgte auf der Gäste-Bank für Party- und auf Seiten der MHP RIESEN für Katerstimmung.

Redaktion: Lukas Robert