
Ein verstörender Fund beschäftigt die Polizei in Bietigheim-Bissingen: Auf einem Feldweg nahe der Enz entdeckten zwei Hunde ein offenbar absichtlich präpariertes Fleischstück mit Nadeln. Die Ermittler prüfen einen möglichen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und bitten Zeugen um Hinweise.
Von Lea Brandt – 15.02 Uhr
Bietigheim-Bissingen. Ein verstörender Fund sorgt derzeit in der Region für Rätsel: Zwei Hunde haben am Montagvormittag (9. Februar 2026) auf einem Feldweg nahe der Enz ein präpariertes Fleischstück entdeckt – offenbar handelt es sich um eine tierische Zunge, die mit Nadeln gespickt und mit einer Schnur zusammengebunden war. Die Polizei ermittelt nun wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.
Wie das Polizeipräsidium Ludwigsburg mitteilt, ereignete sich der Vorfall gegen 10 Uhr zwischen der Langwiesenbrücke und der Wörthbrücke, unweit des Mühlwegs. Die Hunde hatten das Objekt auf dem Feldweg entdeckt und kurzzeitig ins Maul genommen, bevor ihre Halterin eingriff. Nach ihrer ersten Einschätzung handelt es sich bei dem Fleischstück um eine tierische Zunge – präpariert auf eine Weise, die den Verdacht nahelegt, dass sie gezielt ausgelegt wurde.
Trotz des Kontakts mit dem Fundstück wurden die Tiere nach aktuellem Stand nicht verletzt. Der Zustand des Objekts deutet laut Polizei auf eine nur kurze Liegezeit hin. Ob es sich bei dem Fund um einen gefährlichen Köder handelt oder andere Hintergründe bestehen, ist derzeit unklar. Der Arbeitsbereich „Gewerbe und Umwelt“ des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Die Polizei bittet nun Zeugen, die in dem Bereich verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zur Herkunft des Fleischstücks geben können, sich unter der Telefonnummer 07142 405-0 oder per E-Mail an ludwigsburg.pp@polizei.bwl.de zu melden.



