Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel: Stadt, IHK und Handwerk bündeln Kräfte in Ludwigsburg

Fachkräfte fehlen in vielen Betrieben – und bürokratische Verfahren bremsen oft zusätzlich. In Ludwigsburg wollen Stadt, IHK und Handwerkskammer nun gemeinsam gegensteuern: Mit einer neuen Kooperation sollen Einwanderungsverfahren beschleunigt, Anträge besser vorbereitet und ausländische Fachkräfte schneller in Arbeit gebracht werden.

Von Ayhan Günes – 11.30 Uhr 

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Ludwigsburg. Der Fachkräftemangel bleibt eine der größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft. Um Unternehmen bei der Rekrutierung internationaler Fachkräfte zu unterstützen, haben die Stadt Ludwigsburg, die IHK Region Stuttgart und die Handwerkskammer Region Stuttgart am Donnerstag, 29. Januar 2026, eine verstärkte Zusammenarbeit vereinbart. Ziel ist es, Verfahren zu beschleunigen und Hürden im Einwanderungsprozess abzubauen.

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Mit der neuen Kooperation wollen Verwaltung und Wirtschaft künftig enger verzahnt arbeiten. Die städtische Ausländerbehörde wird dabei durch die Kammern unterstützt, die Unternehmen bei der Antragstellung und Vorbereitung begleiten. So sollen Fachkräfte aus dem Ausland schneller ihre Arbeit aufnehmen können.

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„Gemeinsam die Zukunft Ludwigsburgs gestalten“

Oberbürgermeister Matthias Knecht begrüßt den Schritt als wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität: „Mein Motto ist, Ludwigsburg von der Wirtschaft und der Bürgerschaft her zu denken. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die vereinbarten Themen gemeinsam erfolgreich umsetzen und damit die Unternehmen ebenso wie die Fachkräfte nachhaltig unterstützen. Gemeinsam gestalten wir so die Zukunft Ludwigsburgs.“

Schnellere Verfahren, weniger Bürokratie

Von der engeren Zusammenarbeit versprechen sich die Partner vor allem vereinfachte Abläufe und beschleunigte Genehmigungen. „Der Schulterschluss mit der Stadt Ludwigsburg eröffnet wertvolle Potenziale, die wir im Interesse der hier ansässigen Unternehmen angehen werden: Beschleunigte Verfahren, vereinfachte Antragsstellungen und weniger Bürokratie“, sagte Sigrid Zimmerling, Leitende Geschäftsführerin der IHK-Bezirkskammer Ludwigsburg.

Auch Nicole Ackermann, Geschäftsführerin der Ludwigsburger Kreishandwerkerschaft, sieht in der Vereinbarung einen praktischen Nutzen: „Ausländische Fachkräfte können durch diese Kooperation zukünftig deutlich schneller in den Arbeitsmarkt integriert werden. Die Kammern unterstützen bei der Zusammenstellung der Unterlagen, damit diese vollständig an die Ausländerbehörde weitergeleitet werden können.“

Signal für Willkommenskultur und Standortstärkung

Neben der Fachkräfteeinwanderung umfasst die Vereinbarung auch den Abbau von Bürokratie und den Ausbau digitaler Verwaltungsprozesse. Stadt und IHK haben dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet, die eine effizientere Zusammenarbeit in weiteren Bereichen vorsieht.

Mit dem Schritt soll Ludwigsburg als attraktiver Wirtschaftsstandort weiter gestärkt und die Rahmenbedingungen für eine gelebte Willkommenskultur verbessert werden – ein Signal, das in Zeiten des Fachkräftemangels weit über die Stadtgrenzen hinausreicht.