Gewalt in Baden-Württembergs Fußballstadien geht deutlich zurück

Weniger Straftaten, deutlich weniger Verletzte und geringerer Polizeiaufwand: Die Fußballsaison 2025/2026 verlief in Baden-Württemberg spürbar friedlicher. Besonders deutlich sank die Zahl der Verletzten in und rund um die Stadien auf den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren.

Von der Redaktion – 14.46 Uhr

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Die Fußballsaison 2025/2026 in Baden-Württemberg hat in den Stadien des Landes deutlich weniger Gewalt gebracht. Das teilte das Innenministerium in Stuttgart am Montag mit.

Nach der neuen Sicherheitsbilanz sank die Zahl der registrierten Straftaten von 474 in der Vorsaison auf 452 Fälle.

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Das entspricht einem Rückgang um 4,6 Prozent. Die Zahl der verletzten Personen ging von 132 auf 91 zurück – ein Minus von rund 31 Prozent.

Damit wurde der niedrigste Stand seit mehr als zehn Jahren erreicht. Auch die Zahl der verletzten Polizisten sank von zwölf auf sieben.

Innenminister Manuel Hagel (CDU) sprach von einem historischen Tiefststand: „Der historische Rückgang bei Verletzten zeigt: Unsere klare Linie wirkt.“

Mehrere Vereine aus dem Land spielten in der abgelaufenen Saison international: der VfB Stuttgart und der SC Freiburg traten in der UEFA Europa League an. Insgesamt waren neun Mannschaften aus Baden-Württemberg in den drei ersten Profiligen vertreten.
Die Polizei begleitete insgesamt 368 Spiele der beiden Bundesligen, der 3. Liga, der Regionalliga Südwest und der Oberliga Baden-Württemberg.

Rund 3,4 Millionen Zuschauer besuchten die Stadien. Zugleich sank der Aufwand der Polizei: 24.981 Einsatzkräfte wurden für die Begleitung der Spiele eingesetzt, im Vorjahr waren es 25.532. Die Einsatzstunden verringerten sich von 173.871 auf 165.471. Dadurch sparte das Land rund 600.000 Euro ein.

„Mehr Sicherheit und weniger Einsatzstunden – das zeigt: Prävention, Dialog und Kooperation funktionieren“, sagte Hagel. Die Stadionallianzen aus Polizei, Vereinen, Kommunen und Fanprojekten blieben das Fundament der Sicherheitsstrategie im Fußball.