
Die Grippewelle nimmt weiter Fahrt auf: Laut Robert Koch-Institut wurden in dieser Saison bereits 225 Todesfälle registriert, vor allem bei Menschen über 60 Jahren. Trotz zunehmender Engpässe bei Grippeimpfstoffen rufen Apotheken eindringlich zur Impfung auf – insbesondere ältere Menschen, Schwangere und chronisch Kranke. Der Höhepunkt der Influenza-Welle wird rund um die Karnevalszeit erwartet.
Lea Brandt – 08.54 Uhr
Berlin – Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Thomas Preis, ruft zum Impfen gegen Influenza auf.
„In der aktuellen Saison wurden bisher 225 Todesfälle gemeldet, 95 Prozent der Todesfälle waren 60 Jahre oder älter“, sagte Preis der „Rheinischen Post“ (Freitag) unter Verweis auf Zahlen des Robert-Koch-Institutes (RKI). „Influenzainfektionen sollte man nicht unterschätzen.“
Es sei anzunehmen, dass man zum Höhepunkt des rheinischen Karnevals auch den Höhepunkt der Grippewelle erleben werde. „Es ist noch nicht zu spät, sich gegen Grippe impfen zu lassen“, sagte Preis. „Insbesondere alle Menschen mit Vorerkrankungen, alle über 60-Jährigen und Schwangere sollten sich jetzt noch impfen lassen.“
Allerdings werde es immer schwerer, Impfstoff zu beschaffen. „Einige Grippeimpfstoffe sind schon nicht mehr lieferbar. Der Impfstoff für Über-60-Jährige ist so knapp geworden, dass Apotheken jetzt per Sondererlaubnis die Versorgung mit Impfstoff aus Italien sicherstellen“, erklärte der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.



