Grüne-Abgeordnete kritisieren CDU-Netzpläne – Sorge um Folgen für Kreis Ludwigsburg

Die Grünen-Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Ludwigsburg kritisieren ein geplantes Netzpaket des Bundeswirtschaftsministeriums scharf. Besonders der Kreis Ludwigsburg könnte nach ihrer Einschätzung betroffen sein – sie warnen vor Investitionsunsicherheit und Rückschritten für die Energiewende.

Von der Redaktion – 12.22 Uhr 

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Kreis Ludwigsburg. Die Grünen-Landtagsabgeordneten Silke Gericke, Dr. Markus Rösler und Tayfun Tok warnen vor negativen Folgen des geplanten Netzpakets von CDU-Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche. In einer gemeinsamen Mitteilung sprechen sie von einem „Frontalangriff gegen die Energiewende“.

Hintergrund ist ein Gesetzentwurf zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), den CDU-Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche vorgelegt hat. Nach Darstellung der Grünen könnten die vorgesehenen Änderungen insbesondere Regionen mit hoher installierter Leistung aus erneuerbaren Energien treffen – darunter auch den Kreis Ludwigsburg.

Konkret kritisieren die Abgeordneten geplante Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz. Besonders problematisch sei der sogenannte „Redispatch-Vorbehalt“. In Regionen, in denen im Vorjahr mehr als drei Prozent des Stroms abgeregelt werden mussten, sollen neue Anlagen nur dann zügig ans Netz gehen, wenn Betreiber bis zu zehn Jahre auf Entschädigungen verzichten.

Da im Kreis Ludwigsburg laut Angaben der Grünen besonders viel erneuerbare Leistung installiert sei, könnte der Landkreis überdurchschnittlich betroffen sein. Der Verzicht auf Entschädigungen erhöhe das Investitionsrisiko erheblich.

Zudem befürchten die Abgeordneten finanzielle Nachteile für Betreiber kleiner und mittlerer Solaranlagen, etwa durch Einschränkungen bei Förderungen oder zusätzliche Kosten. „Wir brauchen Verlässlichkeit und Mut zur Veränderung und keine Politik von gestern“, erklären Gericke, Rösler und Tok.