Handfeste Auseinandersetzung am Bietigheimer Bahnhof und weitere Meldungen aus der Region

Bietigheim-Bissingen: Körperverletzung am Bahnhof

Zwei 34 und 36 Jahre alte Männer gerieten am Montagabend aus bislang unbekannter Ursache am Bahnhof in Bietigheim-Bissingen in einen Streit. Im Zuge der gegen 20.30 Uhr stattfindenden verbalen Auseinandersetzung wurden beide auch gewalttätig und schlugen sich gegenseitig mit ihren Fäusten. Als eine 23-Jährige versuchte zu schlichten, ging der 34-Jährige auch auf sie los und schubste sie zu Boden. Die Frau wurde hierdurch leicht verletzt. Anschließend machte sich der 34-Jährige aus dem Staub. Als die hinzugerufenen Polizeibeamten die Anzeige vor Ort aufnehmen wollten, wurden sie wiederum von einem weiteren am Streit unbeteiligten 36-Jährigen aufgehalten. Der Mann versuchte sogar einen der Beamten im Vorbeigehen zu stoßen und mischte sich in die Anzeigenaufnahme ein. Ihm wurde hierauf mehrfach ein Platzverweis erteilt, dem er nur widerwillig nachkam. Hierbei beleidigte er den zweiten Beamten. Ein weiterer Unbeteiligter ergriff verbal Partei für den 36-Jährigen, der nun ebenfalls angezeigt wird, und stelle die Maßnahmen der Polizisten fortwährend in Frage. Auch ihm wurde letztlich ein Platzverweis erteilt. Die Anzeige wegen Körperverletzung konnte dann aufgenommen werden. Der 34-Jährige stellte sich wenig später, indem er selbstständig das Polizeirevier aufsuchte. Die beteiligten Personen kennen sich untereinander.

 

L1125/ Sersheim/ Großsachsenheim: Pkws nach Kollision gegen Bäume geschleudert – Feuerwehr befreit Schwerverletzten

Nach der Kollision zweier Pkw im morgendlichen Verkehr auf der Landesstraße 1125 (L1125) zwischen Sersheim und Großsachsenheim musste die Feuerwehr Sersheim einen schwerverletzten 49-jährigen Fahrzeuglenker aus seinem Wagen befreien.

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Der 49-jährige Seat-Fahrer war am Dienstag gegen 06:10 Uhr auf der L1125 von Sersheim kommend in Richtung Großsachsenheim unterwegs und wollte im Verlauf der Strecke in Fahrtrichtung nach links auf einen Waldparkplatz abbiegen. Ein nachfolgender Fahrzeuglenker beabsichtigte zunächst den 49-Jährigen zu überholen, erkannte aber den Abbiegevorgang und reihte sich wieder hinter den Seat ein.

Den beiden Fahrzeugen folgte ein 20-jähriger Subaru-Fahrer. Der 20-Jährige, der ebenfalls zu einem Überholvorgang angesetzt hatte, erkannte offensichtlich die Verkehrssituation nicht, so dass der Subaru mit dem Seat kollidierte. Durch die Wucht des Zusammenpralls schleuderten beide Fahrzeuge nach links von der Fahrbahn und kamen an mehreren Bäumen zum Stehen.

Der 49-Jährige, der sich bei der Kollision schwere Verletzungen zuzog, musste von der Feuerwehr Sersheim aus seinem Wagen befreit werden. Nach einer Erstversorgung durch einen Notarzt brachte der Rettungsdienst den Schwerverletzten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Da vor Ort der Verdacht einer Betäubungsmittelbeeinflussung bestand, musste der 20-Jährige sich auf Weisung der Staatsanwaltschaft einer Blutentnahme unterziehen.

Ein Abschleppunternehmen barg die beiden nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge. Die Sachschäden wurden bislang mit insgesamt etwa 10.000 Euro beziffert. Zur Unfallaufnahme und Bergung war die Strecke teilweise gesperrt. Der Verkehr wurde vor Ort an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

 

L1141/ Schwieberdingen/ Korntal-Münchingen: Zwei Verletzte und Totalschäden nach Überholmanöver – Landesstraße teilweise gesperrt

Das Überholmanöver eines 21-Jährigen in seinem BMW X6 forderte am Montag gegen 15:50 Uhr auf der Landesstraße 1141 (L1141) bei Schwieberdingen zwei Verletzte und einen Sachschaden von insgesamt etwa 62.000 Euro. Nach der Kollision war die Landesstraße zur Unfallaufnahme und Bergung bis etwa 17:30 Uhr teilweise gesperrt. Der abendliche Berufsverkehr musste an der Unfallstelle vorbei geleitet werden.

Der 21-jährige BMW-Fahrer war auf der L1141 aus Münchingen kommend in Richtung des Kreuzungsbereichs der L1141 und L1140 unterwegs, als er auf Höhe des Schwieberdinger Scheerwiesenweg zum Überholen eines vorausfahrenden Fahrzeugs ausscherte. Hierbei übersah er offensichtlich einen auf dem dortigen Linksabbiegestreifen befindlichen 33-jährigen Peugeot-Lenker und seine 19-jährige Beifahrerin, die gerade im Begriff waren, in den Scheerwiesenweg in Richtung Schwieberdingen einzubiegen.

Durch die Wucht der Kollision schleuderte der Peugeot 206 in Richtung der Kreuzung der beiden Landesstraßen, während der BMW in Fahrtrichtung nach links abgewiesen wurde, die Böschung hinunterfuhr und am Zaun eines Hofladens zum Stillstand kam.

Bei dem Zusammenprall wurde der 33-Jährige leicht und seine 19-jährige Beifahrerin schwer verletzt. Der 21-Jährige zog sich augenscheinlich keine Verletzungen zu. Der Rettungsdienst, der mit drei Rettungswagen und einer Notärztin vor Ort war, versorgte alle Unfallbeteiligten und brachte sie für weitere Untersuchungen in umliegende Krankenhäuser. Auch die Schwieberdinger Feuerwehr war mit zwei Fahrzeugen und 13 Einsatzkräften an der Unfallstelle.

Abschleppunternehmen bargen die beiden Fahrzeuge, die bei dem Unfall vollständig beschädigt wurden und nicht mehr fahrbereit waren.

Bietigheim-Bissingen: Gartenhütte abgebrannt

Aus noch unbekannter Ursache kam es am Montag gegen 17.50 Uhr zwischen Bietigheim-Bissingen und -Untermberg auf einem Gartengrundstück oberhalb der Bissinger Straße zu einem Brand. Die Freiwillige Feuerwehr Bietigheim-Bissingen befand sich mit 22 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen vor Ort und löschte das Feuer, das eine Gartenhütte zerstörte. Die ersten Ermittlungen deuten darauf hin, dass vor Ort ein Lagerfeuer in einer Feuerstelle entfacht wurde. In den Brandresten entdeckten die hinzugerufenen Polizeibeamten eine verbrannte Gartenliege, vermutlich Kunststoffgegenstände sowie eine Dose, in der sich Flüssiggas befunden hatte. Vermutlich griffen die Flammen in der Feuerstelle letztlich auf die Gartenhütte über. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf etwa 2.000 Euro belaufen. Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg ermittelt nun wegen Brandstiftung und bittet Zeugen, die Hinweise geben können, sich unter Tel. 0800 1100225 zu melden.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Update zu Tötungsdelikt: Mutter tötet ihre zwei Kinder und begeht Suizid

Noch ungeklärt sind die näheren Umstände eines mutmaßlichen zweifachen Tötungsdelikts mit anschließendem Suizid, das sich am Dienstag in Vaihingen an der Enz zugetragen hat.

Gegen 11:00 Uhr wurde eine Polizeistreife von einer Joggerin informiert, nachdem sie neben der Holzgartenstraße an der Enz mehrere Kleidungsstücke, abgestellte Schuhe und einen Rucksack mit den Ausweispapieren einer 28-jährigen Frau und ihrer beiden drei und sieben Jahre alten Kinder aufgefunden hatte. Die Polizei leitete daraufhin umgehend eine groß angelegte Suchaktion ein, die von einem Polizeihubschrauber sowie von Einsatzkräften der Feuerwehr Vaihingen/Enz, des DRK und der DLRG unterstützt wurde. Im Verlauf der Suche konnten die Frau und ihre beiden drei und sieben Jahre alten Töchter nur noch tot aus der Enz geborgen werden. Die eritreische Familie mit anerkanntem Flüchtlingsstatus war bisher in einer städtischen Unterkunft in Vaihingen/Enz untergebracht. Der Nachzug des Vaters hatte sich zuletzt aufgrund der Pandemie verzögert.

Die Kriminalpolizei Ludwigsburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Bislang haben sich keine Hinweise auf eine mögliche Einwirkung Dritter ergeben.

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red