
Die finanzielle Lage in Hemmingen verschärft sich weiter: Wegen massiv eingebrochener Gewerbesteuereinnahmen und hoher Umlagen bleibt die Haushaltssperre bestehen. Die Gemeinde muss nun jeden Euro umdrehen, um ihre Zahlungsfähigkeit zu sichern.
Von der Redaktion – 14.10 Uhr
Hemmingen – Die Gemeinde Hemmingen hat mitgeteilt, dass die im November 2025 verhängte Haushaltssperre weiterhin bestehen bleibt. Grund ist eine drastische Verschlechterung der finanziellen Lage.
Die Gewerbesteuereinnahmen sind massiv eingebrochen: Der Ansatz für das Jahr 2026 musste von ursprünglich 5,26 Millionen Euro auf rund 1,1 Millionen Euro korrigiert werden. Seit 2024 haben sich die Einnahmen aus der Gewerbesteuer um rund 13,5 Millionen Euro verringert.
Gleichzeitig belasten hohe Umlagezahlungen aus den Vorjahren den Haushalt.
Für das laufende Jahr wird ein Defizit von rund 12,9 Millionen Euro erwartet. Um die Zahlungsfähigkeit der Gemeinde zu sichern, werden alle Ausgaben streng geprüft und priorisiert.
In der Gemeinderatssitzung am 5. Mai soll ein Nachtragshaushaltsplan für 2026 verabschiedet werden.
Bürgermeister Thomas Schäfer betonte: „Die Entwicklung trifft uns hart. Wir müssen jetzt konsequent gegensteuern, um unsere finanzielle Handlungsfähigkeit zu sichern und die Gemeinde langfristig wieder auf stabile Füße zu stellen.“ Gemeinderat und Verwaltung wollen die bereits begonnene Haushaltskonsolidierung in den kommenden Monaten intensiv fortsetzen.
Die Bürgerschaft soll weiterhin transparent über die Entwicklung informiert werden.

