HB Ludwigsburg verpasst Überraschung gegen Alfdorf in letzter Sekunde

Ludwigsburg – Es war ein Heimspiel, das lange nachwirkt: Mit einer couragierten und kämpferisch starken Leistung hat Verbandsliga-Aufsteiger HB Ludwigsburg am Sonntagabend nur hauchdünn den Favoriten TSV Alfdorf verpasst zu stürzen. Vor rund 170 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Sporthalle Pflugfelden unterlag das Team von Trainer Jörg Kaaden dem Meisterschaftsanwärter mit 20:21 – nach einem Treffer ins leere Tor in den Schlusssekunden.

Von Beginn an zeigten die Hausherren, dass sie sich vor dem großen Namen des Gegners nicht verstecken wollen. Früh legte Ludwigsburg mit 3:1 vor, kombinierte mutig gegen die offensive 3-2-1-Abwehr und überzeugte mit mannschaftlicher Geschlossenheit. Marc Weschenbach durchbrach zweimal entschlossen die gegnerische Deckung, während die eigene Defensive kaum etwas zuließ. Nach 16 Minuten ging Alfdorf erstmals in Führung, die jedoch prompt durch einen Gegenstoß von Juri Sawada egalisiert wurde.

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Kurz vor der Pause folgte eine spielentscheidende Szene: Zwei Zeitstrafen binnen weniger Sekunden – gegen Finn Würth und Alexander Nicolai – sowie ein verwandelter Siebenmeter brachten Alfdorf zurück. Doch Jonas Krautt, mit sieben Treffern bester Werfer des Abends, sorgte mit einem sehenswerten Treffer für das 12:11 zur Halbzeit.

Nach der Pause blieb es ein Spiel auf Augenhöhe – intensiv, kämpferisch, aber torarm. Beide Seiten fanden immer wieder über die Außen gute Abschlüsse. In der dramatischen Schlussphase hielt HBL-Keeper Michael Bognar einen frech gelupften Siebenmeter und leitete den direkten Gegenangriff ein. Doch der dritte Strafwurf von Krautt fand diesmal nicht den Weg ins Tor – TSV-Keeper und Ex-Bundesliga-Profi Primoz Prost war zur Stelle.

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Eine weitere Zeitstrafe zwang die Gastgeber in den letzten Minuten in Unterzahl. Fünf Sekunden vor dem Ende gelang Alexander Nicolai mit einem wuchtigen Wurf unter die Latte der vielumjubelte Ausgleich zum 20:20. Doch Alfdorf konterte sofort: Ein schneller Anwurf, ein weiter Pass – und der Ball schlug mit noch drei Sekunden auf der Uhr im leeren Ludwigsburger Tor ein.

Trotz der bitteren Niederlage zieht der HB Ludwigsburg viel Positives aus diesem Heimspiel. Gegen einen der stärksten Gegner der Liga hielt man über die gesamte Spielzeit nicht nur mit, sondern war dem Punktgewinn zum Greifen nah. Eine Leistung, die Mut macht für die kommenden Wochen.

red