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Heizen: Preise für Heizöl und Gas steigen kontinuierlich

Seit rund drei Jahren steigen die Preise für Heizöl und Gas kontinuierlich. Eine günstige Alternative ist Holz. Und umweltschonender ist es obendrein.

Bei der Verbrennung von Holz entstehe ein Kreislauf, bei dem die Menge an Kohlendioxid (CO2) freigesetzt werde, die der Baum während der Wachstumsphase zuvor aufgenommen habe, heißt es in einer Mitteilung des HKI Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik. Zudem sei Heizen mit Holz oft kostengünstiger: Bei einem Durchschnittspreis von rund 70 Cent je Liter Heizöl kommt man bei 200 Litern auf 140 Euro – während ein Festmeter Holz, der dieser Menge Öl im Energiegehalt entspricht, bei Förstern zwischen 35 und 50 Euro kostet, ofenfertig zwischen 100 und 120 Euro.

Holz ist laut Verband bestens geeignet, um es in modernen Verbrennungsanlagen als Hauptwärmequelle zu nutzen oder zusätzlich zu einer Heizungsanlage einzusetzen, um so einen Teil der Kosten für Gas oder Öl einzusparen. Weitere Vorteile: Wer beim örtlichen Forstamt sein Holz bezieht, setzt auf einen Energieträger, der regional verfügbar ist, kurze Transportwege hat und aus überwachtem Anbau stammt. Weitere Informationen zum Heizen mit Holz sind bei den Landesbetrieben erhältlich, die für die Waldpflege sowie für die Vermarktung des Holzes zuständig sind, etwa HessenForst.

regionalen und nachhaltigen Verfügbarkeit von Holz. Kurze Transportwege, regionale Verwertungskreisläufe sowie die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes sind gute Gründe für die energetische Holznutzung. wid/Mst

Zoll kontrolliert Betriebe und Gewerbe in Ludwigsburg

Heilbronner Zoll überprüfte 179 Betriebe im Gastgewerbe

NGG fordert mehr Zoll-Kontrollen bei Hoteliers und Gastronomen im Landkreis Ludwigsburg

Ludwigsburg; Sie kommen unangemeldet und machen nicht viel Federlesen: Wenn Beamte des Zolls Betrieben im Landkreis Ludwigsburg eine Visite abstatten, kann es für Unternehmer ungemütlich werden – vorausgesetzt, sie nehmen es mit dem Gesetz nicht so genau. Im vergangenen Jahr kontrollierte das zuständige Hauptzollamt Heilbronn in der Region insgesamt 767 Firmen auf Schwarzarbeit, Sozialbetrug und auf die Einhaltung von Mindestlöhnen. Das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei nahmen die Zöllner genau 179 Betriebe des Gastgewerbes ins Visier (plus 19 Prozent gegenüber 2017). In sieben Fällen deckten sie einen Mindestlohnverstoß auf. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Stuttgart beruft sich hierbei auf eine Auswertung des Bundesfinanzministeriums für die Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke (Grüne).

„Es kann doch nicht sein, dass es immer noch Chefs gibt, die ihren Beschäftigten das absolute Minimum vorenthalten – den gesetzlichen oder einen höheren Branchen-Mindestlohn. Mindestlohn-Verstöße sind immer noch an der Tagesordnung. Und das, obwohl es den gesetzlichen Mindestlohn schon seit über vier Jahren gibt“, kritisiert NGG-Geschäftsführer Hartmut Zacher. Bei Kellnern, Köchinnen und Hotelangestellten komme es am Monatsende auf jeden Euro an.

Die Tatsache, dass viele Unternehmen es immer noch wagen, gegen geltende Mindestlöhne zu verstoßen, macht, so die NGG Stuttgart, eines deutlich: „Der Zoll muss mehr und intensiver kontrollieren – gerade auch in der Gastronomie. Beim Thema Mindestlohn zeigt sich, dass Vertrauen gut, aber Kontrolle besser ist. Je höher das Risiko für schwarze Schafe ist, bei illegalen Praktiken überführt zu werden, desto seltener setzen sie auf Tricksereien“, betont Zacher. Der Plan von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) auf mehr als 10.000 Beamte aufzustocken, sei ein „wichtiger Schritt“. Derzeit sei die FKS von dieser Zielmarke aber noch weit entfernt. Nach Informationen der NGG waren bundesweit zuletzt lediglich 6.600 Planstellen für Kontrolleure besetzt – 126 davon beim Hauptzollamt Heilbronn.

„Damit der Zoll bei seinen Kontrollen aber überhaupt fündig werden kann, müssen die Arbeitszeiten in den Betrieben genau erfasst werden. Bei Schummeleien mit den Stundenzetteln können die Beamten gegen den Arbeitgeber ermitteln – und geprellte Löhne zurückfordern“, erklärt Hartmut Zacher. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Mai müssen Unternehmen die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter künftig systematisch dokumentieren. Im Gastgewerbe wurde bereits mit dem gesetzlichen Mindestlohn eine Aufzeichnungspflicht der geleisteten Stunden eingeführt. Die NGG hatte sich dafür gegen den Widerstand der Arbeitgeber stark gemacht.