
Stuttgart – Anlässlich des Europa-League-Spiels zwischen dem VfB Stuttgart und Feyenoord Rotterdam am Donnerstagabend (6 November 2025) war die Polizei mit mehreren Hundert Einsatzkräften im Einsatz. Der Tag verlief nicht ohne Zwischenfälle.
Bereits am Nachmittag sammelten sich zahlreiche Anhänger der Gastmannschaft in der Innenstadt und hielten sich in verschiedenen Gaststätten auf. In einer Lokalität in der Pfarrstraße kam es gegen 20.40 Uhr zu einer Sachbeschädigung: Anhänger des niederländischen Vereins beschädigten eine Toilette. Daraufhin kontrollierten Einsatzkräfte rund 100 Gästefans. Alle Betroffenen erhielten im Anschluss einen Platzverweis für den Cityring.
Gegen 22.10 Uhr meldeten mehrere Zeugen eine größere Auseinandersetzung im Bereich des Kernerplatzes. Als die Polizei eintraf, waren die Beteiligten bereits geflüchtet. Die Ermittlungen laufen. Wenig später kam es auch in der Olgastraße zu einem Vorfall: Eine Person wurde bei einer weiteren Auseinandersetzung verletzt und zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Ein Tatverdächtiger ohne erkennbaren Fußballbezug wurde vorläufig festgenommen.
Im Laufe des Tages kontrollierten die Einsatzkräfte zudem drei Personen, bei denen sogenannte Passivbewaffnung festgestellt wurde – also Gegenstände, die zum Schutz bei gewalttätigen Auseinandersetzungen genutzt werden könnten. Diese Personen erhielten ein Aufenthaltsverbot und traten die Heimreise per Zug an.
Die Polizei zieht dennoch ein positives Fazit. „Durch das professionelle und schnelle Einschreiten sowie die hohe Präsenz der Einsatzkräfte gelang es, weitere Auseinandersetzungen zu verhindern“, teilte das Polizeipräsidium mit.
Einsatzleiter Carsten Höfler unterstrich: „Noch bevor der Schiedsrichter das Spiel anpfeifen konnte, kam es bereits zu ersten Fouls außerhalb des Spielfelds. Umso aufmerksamer wird die Polizei den heutigen Spieltag begleiten.“
red


