
Ein geschwächter Seniorhund, angebunden an einen Baum im Salonwald: Der Fall sorgt in Ludwigsburg für Betroffenheit. Die Tierschutzorganisation PETA setzt nun 500 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zur Aufklärung führen.
Von der Redaktion – 11.08 Uhr
Ludwigsburg. Spaziergänger sollen am vergangenen Sonntagabend im Ludwigsburger Salonwald einen Hund entdeckt haben, der an einem Baum angebunden war. Das Tier habe sich nach Angaben von PETA weder bewegen noch aufstehen können. Der Hund wird derzeit im Tierheim Ludwigsburg versorgt.
Laut TASSO-Register heißt der Rüde Jasper und ist 13 Jahre alt. PETA beruft sich in ihrer Mitteilung auf einen Beitrag des Tierheims Ludwigsburg. Die Tierschutzorganisation will nun zur Aufklärung des Falls beitragen und setzt eine Belohnung in Höhe von 500 Euro aus. Das Geld ist für Hinweise bestimmt, die zu einer rechtskräftigen Verurteilung der verantwortlichen Person oder Personen führen.
„Wir wollen aufklären, wer Jasper schutzlos im Wald zurückgelassen und damit seinen Tod in Kauf genommen hat“, sagt Björn Thun, Fachreferent bei PETA. Eine solche Tat könne bei Tieren schwere körperliche und psychische Leiden verursachen und dürfe nicht folgenlos bleiben.
Wer etwas beobachtet hat oder Hinweise geben kann, soll sich bei der Polizei, beim Tierheim Ludwigsburg unter info@tierheim-lb.de oder direkt bei PETA melden. Die Tierrechtsorganisation ist telefonisch unter 0711 8605910 oder per E-Mail erreichbar. Hinweise können nach Angaben von PETA auch anonym gegeben werden.
PETA weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren nach dem Tierschutzgesetz verboten ist. Je nach Fall könne auch der Straftatbestand der Tierquälerei erfüllt sein. Dies kann mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe geahndet werden.


