Ifo-Institut warnt: Wohnraummangel spitzt sich bis 2028 weiter zu

Der Traum vom Eigenheim bleibt für viele unerreichbar – und das auf Jahre hinaus: Laut Ifo-Institut bleibt die Wohnraumnot in Deutschland bis mindestens 2030 bestehen. Schuld daran seien hohe Baukosten, sinkende Fertigstellungszahlen und politische Hürden. Besonders alarmierend: Für 2026 rechnen die Experten mit dem niedrigsten Bauvolumen seit über 15 Jahren. Ein Kurswechsel ist nicht in Sicht.

 München (red) – Der Mangel an Wohnraum in Deutschland wird nach Einschätzung des Ifo-Instituts bis in die 30er-Jahre hinein anhalten.

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Der „Bild“ (Dienstagausgabe) sagte der Bauexperte des Ifo-Instituts, Ludwig Dorffmeister: „Die Situation am Wohnungsmarkt wird sich auf mittlere Sicht nicht ändern. Die Lage wird also noch mindestens bis 2030 sehr angespannt bleiben.“

Für das laufende Jahr sagte Dorffmeister die Fertigstellung von 205.000 Wohnungen voraus. 2026 werden es voraussichtlich nur noch 185.000 Wohnungen sein. Das wäre der niedrigste Wert seit 2009. Für 2027 rechnet Dorffmeister mit 190.000 und für 2028 mit 195.000 fertiggestellten Wohnungen.

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Grund für die niedrigen Zahlen seien die mittlerweile sehr hohen Baukosten für Bauherren, die zu weniger Bautätigkeit und Baugenehmigungen führten, sagte der Ifo-Experte der „Bild“: „Dadurch rentieren sich viele Bauprojekte einfach nicht. Hinzu kommen politische Einschränkungen bei den Miethöhen. Das macht viele Bauprojekte für Bauherren ebenfalls unattraktiv.“