Immer weniger Neuinfektionen im Kreis Ludwigsburg – Inzidenz sinkt weiter

Die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen kennt aktuell nur eine Richtung: Das Landratsamt teilte unter Berufung auf Angaben des Kreisgesundheitsamtes mit, dass in den vergangenen sieben Tagen kreisweit der Wert bei 13,6 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Gestern lag der Wert laut RKI bei 17,6. Vor genau einer Woche bei 31. Das geht aus Zahlen von Mittwochnachmittag hervor, die den Stand des Dashboards vom Landratsamt in Ludwigsburg von 16:00 Uhr vorläufig wiedergeben. (Stand: 16.06. 16Uhr)

So sehen die Corona-Zahlen am Mittwoch für den Landkreis aus:

Innerhalb eines Tages wurden in der Summe 3 Neuinfektionen registriert. Vor genau einer Woche waren es 19 Fälle. Gestern waren es kreisweit 16 Corona-Fälle. Die Zahl der Corona-Toten in Kreis Ludwigsburg steigt um 2 auf mindestens 503. Rund 26.056 (+18) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

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Laut der RKH-Klinik beträgt die Zahl der COVID-19 Patienten, die in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg liegen, 6 (-2)Auf der Normalstation werden 3 (-2) Patienten behandelt. 3 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 3 beatmet werden. (Stand: 16.06.)

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 16.06.)

Affalterbach ( 169 | 0 )
Asperg ( 739 | 0 )
Benningen am Neckar ( 253 | -1 )
Besigheim ( 658 | 1 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.472 | 1 )
Bönnigheim ( 545 | 0 )
Ditzingen ( 1.212 | 0 )
Eberdingen ( 301 | 0 )
Erdmannhausen ( 184 | 2 )
Erligheim ( 152 | -1 )
Freiberg am Neckar ( 610 | 2 )
Freudental ( 162 | 1 )
Gemmrigheim ( 261 | 0 )
Gerlingen ( 719 | 0 )
Großbottwar ( 345 | 0 )
Hemmingen ( 319 | 0 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 273 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 365 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 858 | -1 )
Kornwestheim ( 2.007 | -1 )
Löchgau ( 292 | 0 )
Ludwigsburg ( 4.895 | -4 )
Marbach am Neckar ( 707 | 1 )
Markgröningen ( 769 | 0 )
Möglingen ( 694 | 0 )
Mundelsheim ( 136 | -1 )
Murr ( 253 | 0 )
Oberriexingen ( 124 | 0 )
Oberstenfeld ( 380 | 0 )
Pleidelsheim ( 306 | 0 )
Remseck am Neckar ( 1.232 | 1 )
Sachsenheim ( 1.023 | 2 )
Schwieberdingen ( 464 | 1 )
Sersheim ( 300 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 476 | 0 )
Tamm ( 429 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 1.486 | 0 )
Walheim ( 143 | 0 )

red

Veganer sollten sich umfassend informieren

Eine vegane Ernährung ist zwar gesund, aber auch nur dann, wenn sie abwechslungsreich und aus frischen vollwertigen Lebensmitteln zusammengestellt wird. Anhänger der puren Pflanzenkost sollten sich deshalb umfassend informieren. Denn wer auf Fleisch, Fisch, Eier und Milch verzichtet, reduziert gleichzeitig auch Mineralstoffe wie Kalzium und Spurenelemente wie Eisen, Jod, Zink oder Selen.

In einer aktuellen Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung war über die Hälfte der Teilnehmenden knapp mit Jod versorgt, die vegane Fraktion war fast komplett betroffen. „Mit einem optimierten Speiseplan lässt sich der Bedarf an den meisten Nährstoffen decken, es ist aber eine Herausforderung“, sagt Anja Kroke, Professorin für Epidemiologie an der Hochschule Fulda, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

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Vitamin B12, das nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt, gilt bei fleischloser Ernährung als Sorgenkind. Doch folgten laut Kroke, die an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Veganerinnen und Veganer mitgewirkt hat, heute viele der dringenden Empfehlung, Vitamin B12 in Tropfen- oder Kapselform zuzuführen. Zahncreme mit Vitamin B12 kann ebenfalls helfen, einen Mangel zu vermeiden.

Besondere Vorsicht ist bei Babys, Kinder und Jugendliche im Wachstum geboten. Auch Schwangere und Stillende haben einen überdurchschnittlich hohen Nährstoffbedarf. Allein mit pflanzlichen Lebensmitteln lässt dieser sich kaum decken. Auch besteht hier noch viel Forschungsbedarf. Daher empfiehlt die DGE eine vegane Ernährung für sogenannte sensible Bevölkerungsgruppen weiterhin nicht ausdrücklich. Ein guter Kompromiss: Deutlich mehr Pflanzliches auf die Teller bringen, kombiniert mit einem geringen Anteil an tierischen Lebensmitteln. Davon profitieren mit Sicherheit alle.

Andreas Reiners / glp