Invasive Ameise in Oßweil und Sonnenberg: Stadt Ludwigsburg greift ein

Die Stadt Ludwigsburg geht gegen die invasive Ameisenart Tapinoma magnum vor. Betroffen sind derzeit Oßweil und Sonnenberg. Die Tiere gelten für Menschen als gesundheitlich ungefährlich, können durch ihren massenhaften Nestbau aber Schäden an Gebäuden und Infrastruktur verursachen.

Von der Redaktion (lb) – 17.10 Uhr

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Ludwigsburg. In Oßweil und Sonnenberg laufen derzeit Maßnahmen gegen die sogenannte Große Drüsenameise. Die Stadt arbeitet dabei mit einem Unternehmen zur Schädlingsbekämpfung sowie mit Anwohnern in den betroffenen Gebieten zusammen.

Die invasive Art stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Sie bildet sogenannte Superkolonien mit zahlreichen Nestern und mehreren Königinnen und kann durch ihren Nestbau Gebäude und technische Infrastruktur beeinträchtigen. In Kehl führten Vorkommen der Art bereits zu Ausfällen von Strom und Internet. naturkundemuseum-bw.de

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Nach Angaben der Stadt werden verschiedene, speziell auf die Art abgestimmte Verfahren eingesetzt. Ziel ist es, die weitere Ausbreitung einzudämmen und mögliche Schäden zu begrenzen. Die Stadt beobachte die Entwicklung fortlaufend und stehe in engem Austausch mit den beauftragten Experten.

So erkennt man die Große Drüsenameise

Die Arbeiterinnen sind meist 2,5 bis 3,5 Millimeter groß und schwarz. Typisch sind breite, mehrspurige Ameisenstraßen. Zerdrückte Tiere verströmen nach Angaben der Stadt einen chemisch-süßlichen Geruch, der an Aceton erinnert.

Auf privaten Grundstücken sind die Eigentümer für die Bekämpfung zuständig, auf öffentlichen Flächen die Stadt. Bei gut zugänglichen Nestern kann heißes Wasser die Zahl der Tiere reduzieren. Auch Kieselgur nennt die Stadt als mögliche Maßnahme. Pestizide sollten dagegen ausschließlich von professionellen Schädlingsbekämpfern eingesetzt werden.

Größere Kolonien melden

Die Stadt bittet darum, Sichtungen größerer Ameisenkolonien über den städtischen Mängelmelder zu melden und dabei die Kategorie „Schädlinge“ auszuwählen.

Weitere Informationen zur Erkennung und Bekämpfung gibt es auf der Internetseite der Stadt.


Verwendete Quellen: Stadt Ludwigsburg / Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart / Stadt Kehl