Jürgen Klopp wird Bundestrainer und soll Deutschland zurück an die Spitze führen

Jürgen Klopp wird neuer Bundestrainer. Der 59-Jährige übernimmt am 15. August die Nachfolge von Julian Nagelsmann und erhält einen Vertrag bis zur Weltmeisterschaft 2030. Mit seinen langjährigen Weggefährten soll Klopp die Nationalmannschaft nach dem frühen WM-Aus neu aufbauen und wieder näher an die Fans bringen.

Von der Redaktion – 11.33 Uhr

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Frankfurt am Main – Jürgen Klopp wird neuer Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Männer.

Der 59-Jährige unterschrieb am Freitag einen Vierjahresvertrag und wird die Nationalmannschaft damit zur EM 2028 und zur WM 2030 führen, teilte der DFB mit. Zuvor hatte es bereits entsprechende Berichte und Äußerungen der Beteiligten zum Stand der Verhandlungen gegeben.

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Zuvor waren Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung des DFB dem Vorschlag von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und dem 1. DFB-Vizepräsidenten Hans-Joachim Watzke einstimmig gefolgt. Um Klopp von seinem bisherigen Arbeitgeber Red Bull loszueisen, wurden unter anderem eine Spende des DFB an eine Red-Bull-nahe Stiftung sowie drei Länderspiele in Leipzig verabredet, teilte Neuendorf am Freitag mit.

Am 15. August 2026 wird Jürgen Klopp die Nachfolge von Julian Nagelsmann antreten, der am 3. Juli nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay vom Amt des Bundestrainers zurückgetreten war.

Als Co-Trainer folgen Klopp Peter Krawietz, Pepijn Lijnders und Sven Bender zum Deutschen Fußball-Bund. Krawietz und Lijnders sind langjährige Weggefährten Klopps und gewannen mit ihm beim FC Liverpool unter anderem 2019 die Champions League und 2020 den englischen Meistertitel. Der Niederländer Lijnders stand zuletzt als Co-Trainer von Pep Guardiola bei Manchester City unter Vertrag.

Krawietz, der mit Klopp auch schon bei dessen Stationen in Mainz und Dortmund zusammenarbeitete, kommt ebenfalls von Red Bull zum DFB. Sven Bender kehrt nach seinen Stationen als Co-Trainer in Dortmund und als Chef-Trainer in Unterhaching zurück. Der siebenmalige Nationalspieler war von 2022 bis 2024 bereits als Co-Trainer der U16- und U17-Nationalmannschaft beim DFB tätig.

Klopp sagte: „Die Nationalmannschaft kann uns Deutsche verbinden wie kaum etwas anderes. Genau das macht diese Aufgabe für mich so besonders. Ich bin dankbar für alles, was ich in den letzten eineinhalb Jahren bei Red Bull erleben und lernen durfte, und für die Offenheit, die diese Einigung erst möglich gemacht hat. Jetzt freue ich mich auf diese besondere Aufgabe im deutschen Fußball, die wir gemeinsam mit Demut und Geduld angehen werden: eine Mannschaft zu entwickeln, die füreinander kämpft, die Freude am Fußball hat und hinter der sich die Menschen in unserem Land mit voller Überzeugung versammeln können.“

DFB-Präsident Neuendorf erklärte: „Jürgen Klopp steht wie nur wenige andere für Leidenschaft, Glaubwürdigkeit und die Fähigkeit, Menschen mitzunehmen. Er war nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann unsere uneingeschränkte Wunschlösung für das Amt des Bundestrainers. Deshalb haben wir uns konsequent um ihn bemüht. Ich bedanke mich bei allen, die den Weg für diese Zusammenarbeit geebnet haben, insbesondere bei Oliver Mintzlaff für die konstruktiven Gespräche und seine kooperative Haltung sowie bei Aki Watzke für die großartige Unterstützung.“

Ende September und Anfang Oktober stehen für Klopp und die Nationalmannschaft erstmals vier Länderspiele in einer Abstellungsperiode an. Nach dem Auftakt gegen die Niederlande am 24. September in Amsterdam trifft Deutschland drei Tage später im ersten Heim-Länderspiel von Klopp in Augsburg auf Griechenland (27. September). Es folgen das Duell gegen Serbien in München am 1. Oktober und die Partie gegen Griechenland in Thessaloniki am 4. Oktober.

Per Mertesacker wird neuer DFB-Sportchef

Nach der Verpflichtung von Jürgen Klopp als Bundestrainer stellt der Deutsche Fußball-Bund auch seine sportliche Führung neu auf. Per Mertesacker übernimmt zum 1. Januar 2027 den Posten des Geschäftsführers Sport.

Der Weltmeister von 2014 folgt auf Andreas Rettig, dessen Vertrag Ende 2026 ausläuft. Mertesacker soll künftig die Bereiche Nationalmannschaften und DFB-Akademie verantworten.

Nach seinem Karriereende hatte der frühere Nationalspieler 2018 die Leitung der Nachwuchsakademie des FC Arsenal übernommen. DFB-Präsident Bernd Neuendorf würdigte dessen Fachkompetenz und Führungsqualitäten. Mertesacker selbst erklärte, er freue sich auf die neue Aufgabe und die damit verbundene Verantwortung.