„Kein Randthema“: SPD wirft Landesregierung Versagen bei Wohnungslosigkeit vor

Angesichts steigender Zahlen bei der Wohnungslosigkeit übt die SPD im Landtag scharfe Kritik an der grün-schwarzen Landesregierung. Sozialpolitikerin Dorothea Kliche-Behnke spricht von politischer Vernachlässigung und fordert mehr bezahlbaren Wohnraum, längere Sozialbindungen und eine bessere Vernetzung der Hilfesysteme.

Von Lea Brandt – 00.47 Uhr 

ANZEIGE

Ludwigsburg – Die sozialpolitische Sprecherin der SPD im Landtag, Dorothea Kliche-Behnke, hat die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg scharf kritisiert. Sie wirft ihr vor, das Problem der Wohnungslosigkeit nur als „bedauerliche Randnotiz“ zu behandeln, während die Zahl der Hilfesuchenden einen neuen Höchststand erreicht habe.

ANZEIGE

Kliche-Behnke verwies auf die aktuelle Stichtagserhebung der Liga, die die prekäre Lage als Ergebnis langjähriger politischer Entscheidungen beschreibe.

ANZEIGE

Sie forderte mehr Steuerung und verlässliche Finanzierung durch das Land, um Hilfesysteme besser zu vernetzen. Besonders der steigende Anteil wohnungsloser Frauen mache spezielle Angebote nötig.

Als bestes Mittel gegen Wohnungslosigkeit nannte die Politikerin ausreichend bezahlbaren Wohnraum.

Die SPD fordere dafür mehr Wohnungen in öffentlicher Hand, eine Bindungsfrist von mindestens 30 Jahren für Sozialwohnungen und eine Ausweitung der Mietpreisbremse. Sparmaßnahmen der Kommunen dürften nicht zu Lasten der Angebote für Wohnungslose gehen.