
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis Ludwigsburg bleibt angespannt. Im April ist die Zahl der Arbeitslosen erneut gestiegen. Besonders auffällig ist der Zuwachs bei jungen Menschen.
Von Lea Brandt – 10.44 Uhr
Ludwigsburg. Die angespannte Wirtschaftslage schlägt weiter auf den Arbeitsmarkt im Landkreis Ludwigsburg durch. Im April waren bei der Agentur für Arbeit Ludwigsburg und dem kommunalen Jobcenter insgesamt 14.285 Menschen arbeitslos gemeldet.
Das sind 183 Personen oder 1,3 Prozent mehr als im März. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl sogar um 1.308 Personen oder 10,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag im April bei 4,5 Prozent. Im März hatte sie noch 4,4 Prozent betragen, vor einem Jahr 4,1 Prozent.
Mehr Zugänge in Arbeitslosigkeit
Im aktuellen Berichtszeitraum meldeten sich 3.237 Menschen neu oder erneut arbeitslos. Davon kamen 1.365 direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Das waren 219 mehr als im Vorjahresmonat, ein Plus von 19,1 Prozent.
Gleichzeitig beendeten 3.056 Personen ihre Arbeitslosigkeit. 1.013 von ihnen fanden eine neue Beschäftigung. Das waren 41 mehr als vor einem Jahr.
Alle Gruppen betroffen
Nach Angaben der Arbeitsagentur waren im April alle Personengruppen vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen. Gegenüber dem Vorjahresmonat reichte die Spannweite von plus 3 Prozent bei Ausländern bis plus 19 Prozent bei den 15- bis unter 25-Jährigen.
Bei Männern stieg die Arbeitslosigkeit um 10,1 Prozent, bei Frauen um 10 Prozent.
Arbeitsagentur sieht keine Erholung
Martin Scheel, Leiter der Arbeitsagentur Ludwigsburg, sieht derzeit keine Trendwende: „Die schwache Hoffnung auf eine leichte Erholung wurde durch die jüngsten weltpolitischen Ereignisse im Keim erstickt. Wirtschaft und Arbeitsmarkt kommen nicht in Schwung. Entgegen dem saisonüblichen Rückgang ist die Arbeitslosigkeit im April leicht angestiegen.“

