Krankenkassen-Wechsel kann sich lohnen

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Krankenkassenwechsel kann sich lohnen – und wie! Laut des Vergleichsportals Check24 haben gesetzlich Krankenversicherte in Deutschland 2020 mehrere Milliarden Euro verschenkt – weil sie ihrer Kasse treu geblieben sind.

Ein Rechenbeispiel: Im Schnitt verlangen gesetzliche Krankenkassen in diesem Jahr einen Zusatzbeitrag in Höhe von 1,10 Prozent. “Wären alle gesetzlich Versicherten zur günstigsten bundesweit tätigen Kasse mit einem Zusatzbeitrag von 0,39 Prozent gewechselt, hätten sie insgesamt 5,4 Milliarden Euro gespart”, heißt es bei den Experten. Weil ab dem kommenden Jahr mit steigenden Zusatzbeiträgen gerechnet wird, sollten Verbraucher dringend prüfen, ob sie durch einen Wechsel ihre Kosten senken können.

Wenn eine Kasse den Zusatzbeitrag erhöht, haben gesetzlich Versicherte ein Sonderkündigungsrecht und können mit Ablauf von zwei Kalendermonaten wechseln. Zudem gilt ab dem 1. Januar 2021 eine verkürzte Bindungsfrist: Auch ohne Sonderkündigungsrecht können Verbraucher dann alle zwölf Monate ihre Gesetzliche wechseln. Bisher waren es 18 Monate.

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Verbraucher können je nach Bundesland aus mindestens 42 öffentlich zugänglichen gesetzlichen Krankenkassen auswählen. Vom Wettbewerb profitierten 2020 Versicherte in Bayern, Hessen und Niedersachsen am deutlichsten. Dort verlangt die günstigste Kasse 0,39 Prozent Zusatzbeitrag, bei der teuersten sind 2,20 Prozent fällig.

Nach Adam Riese sparte ein gesetzlich Versicherter mit einem Jahreseinkommen von 56.250 Euro (Beitragsbemessungsgrenze 2020) also durch einen Wechsel bis zu 509 Euro im Jahr. Wichtig sind neben dem Zusatzbeitrag aber auch die individuellen Leistungen wie die Übernahme von professioneller Zahnreinigung oder Osteopathie. Deshalb ist vor der Kündigung ein akribischer Vergleich angebracht.

Rudolf Huber / glp