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Kreuzfahrtschiffe stechen wieder in See

Kreuzfahrtschiffe galten zu Beginn der Corona-Pandemie als Hotspot und Drehkreuz für das Virus. Menschen mussten oft wochenlang auf diesen Dampfern in Quarantäne verbringen. Ebenso lange lagen die Schiffe im Hafen vor Anker. Doch jetzt sticht die Branche mit den ersten Schiffen wieder in See. Grundlage dafür ist ein Corona-Hygiene-Konzept, das die Kreuzfahrtindustrie gemeinsam mit den deutschen Behörden und Hafenverwaltungen erarbeitet hat.

Die Wiederaufnahme soll in drei Phasen verlaufen, wie der größte Verband der Kreuzfahrtindustrie, die Cruise Lines International Association (CLIA), mitteilte. Für die Fahrgäste bedeutet das künftig: keine Landgänge, ausschließlich Seetage, aber dafür mehr Platz und Service an Bord.

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In einer ersten Phase sollen Schiffe von Hamburg, Rostock, Kiel oder Bremerhaven aus mit Gästen aus dem deutschsprachigen Raum an Bord starten. Ohne einen anderen Hafen anlaufen zu dürfen, sollen die Schiffe bereits nach maximal sieben Tagen wieder zu Hause ankommen.

Dabei würden weniger Passagiere mitfahren als üblich. Es gelten umfangreiche Abstands- und Hygieneregeln. An Bord der Schiffe würden Covid-19-Schnelltests vorgehalten, heißt es.

In der zweiten Phase dürften auch ausländische Häfen angefahren werden. In der dritten sollen die Reedereien zu ihrer gewohnten Routengestaltung zurückkehren. Einige Reedereien haben dazu bereits konkrete Pläne vorgelegt, berichtet “tagesschau.de”.

Ralf Loweg

Konjunkturaussichten hellen sich auf

Die Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen. Die Finanzexperten werden trotz Corona-Krise zunehmend optimistisch. Ein Grund dafür: Mit 71,5 Punkten ist der ZEW-Index gegenüber dem Wert des Vormonats von 59,3 Punkten deutlich geklettert. Eine große Überraschung für viele Beobachter, die Prognose hatte eher auf einen leichten Rückgang vom Niveau des Monats Juli hingedeutet.

Das ZEW befragt monatlich rund 200 Analysten und institutionelle Anleger zu ihrer Einschätzung zur gegenwärtigen Wirtschaftslage und zur erwarteten Entwicklung. “Die Hoffnung auf eine schnelle Konjunkturbelebung ist wieder größter geworden”, sagt ZEW-Präsident Achim Wambach. Die befragten Experten gingen von einer breiten Erholung vor allem der binnenwirtschaftlichen Sektoren aus. Sehr schwache Ertragserwartungen für die Banken- und Versicherungsbranche mahnten aber zur Vorsicht.

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Die Umfrage-Ergebnisse weisen laut den Volkswirten der Helaba auf das “Erholungspotenzial der Wirtschaft im dritten Quartal hin. Die Indikation für das kommende Ifo-Geschäftsklima Deutschland ist ebenfalls freundlich, berichtet “tagesschau.de”

Ralf Loweg