
Steigende Preise, unsichere Entwicklung und leere Speicher: Die Bundesnetzagentur blickt mit wachsender Sorge auf den Gasmarkt. Vor allem mit Blick auf den kommenden Winter wächst der Druck.
Von Hendrik Paul – 07.30 Uhr
Die steigenden Gaspreise bereiten der Bundesnetzagentur zunehmend Sorgen. „Die Preissprünge nach Ausbruch des Krieges sind heftig“, sagte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, der „Rheinischen Post“. Die Großhandelspreise für Gas am Day-ahead-Markt hätten sich „etwa verdoppelt“.
Wie sich die Lage weiter entwickelt, hängt nach Einschätzung Müllers maßgeblich vom weiteren Verlauf des Krieges ab. An der grundsätzlichen Einschätzung zur Versorgung habe sich jedoch nichts geändert: „Es gibt genügend Angebot auf den Märkten, allerdings zu steigenden Preisen.“
Problematisch ist vor allem der Blick auf die kommenden Monate. Die Befüllung der Gasspeicher für den nächsten Winter werde „herausfordernd“, so Müller. Zugleich stellte er klar, wer in der Verantwortung steht: „Die Befüllung ist aber keine Aufgabe des Staates, sondern der Gashändler. Diese stehen auch in der Verantwortung gegenüber ihren privaten und industriellen Kunden.“
Derzeit liegt der Füllstand der Gasspeicher in Deutschland bei rund 22 Prozent.

