
Die NGG Stuttgart fordert faire Dienstpläne für die rund 7.620 Beschäftigten in der Gastronomie im Landkreis Ludwigsburg. Arbeitszeiten während der WM sollten frühzeitig abgesprochen und Überstunden bezahlt werden.
„Eines darf es auf keinen Fall geben: Alles rechts ran für den Fußball und WM-Überstunden bis zum Abwinken. Gastronomen, die das verlangen, spielen sich ins Abseits“, sagt Magdalena Krüger von der NGG Stuttgart.
Gerade in Küchen, im Service, an Theken und Bars müsse Rücksicht auf die Lebenssituation der Beschäftigten genommen werden. Krüger verweist etwa auf Mitarbeitende mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen.
Späte Anstoßzeiten als Problem
Die WM findet in Kanada, Mexiko und den USA statt. Dadurch liegen viele Anstoßzeiten für Deutschland am Abend, in der Nacht oder sogar am frühen Morgen. Nach Einschätzung der NGG könnte das Public Viewing im Kreis Ludwigsburg deshalb nur bei einem Teil der Spiele für die Gastronomie attraktiv sein.
Einige Partien beginnen um 19 oder 22 Uhr, andere erst um 1 Uhr nachts oder noch später. Die Gewerkschaft rechnet deshalb damit, dass manche Wirte ganz auf Großbildschirme oder Leinwände verzichten könnten.
Für die Beschäftigten sei entscheidend, dass zusätzliche Arbeit nicht einfach vorausgesetzt werde. „Das darf keine ‚Überstunden-WM‘ werden“, sagt Krüger. Die Gastronomie könne von spannenden Spielen profitieren, aber nur mit fairer Planung: „Vorausgesetzt, Lohn und Dienstpläne passen.“

