
Die Bundesländer setzen klare Schwerpunkte bei der Verwendung des milliardenschweren Sondervermögens: Vor allem Straßenbau und Krankenhäuser sollen profitieren. Auch Baden-Württemberg plant umfangreiche Investitionen – insbesondere in Infrastruktur und Universitätskliniken. Das geht aus einer Umfrage unter den Ländern hervor.
Von der Redaktion – 09.41 Uhr
Berlin. Die Bundesländer wollen die Mittel aus dem schuldenfinanzierten Sondervermögen des Bundes vor allem in Infrastruktur und Gesundheitsversorgung investieren. Das berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ unter Berufung auf eine Umfrage unter allen 16 Ländern.
Demnach sollen große Teile der insgesamt 100 Milliarden Euro insbesondere in den Straßenbau sowie in Krankenhäuser fließen.
Baden-Württemberg setzt auf Infrastruktur und Kliniken
Auch Baden-Württemberg plant umfangreiche Investitionen. Von den rund 13,1 Milliarden Euro, die dem Land zur Verfügung stehen, soll etwa eine Milliarde Euro in Straßen und Schienen fließen.
Darüber hinaus setzt das Land einen deutlichen Schwerpunkt im Gesundheitsbereich: Rund 800 Millionen Euro sind für Universitätskliniken vorgesehen – deutlich mehr als für die allgemeine Krankenhausinfrastruktur.
Große Summen für Bauprojekte
In anderen Bundesländern zeigt sich ein ähnliches Bild. Nordrhein-Westfalen erhält mit 21,1 Milliarden Euro den größten Anteil und will unter anderem 1,5 Milliarden Euro in den Straßenbau investieren.
In Hessen sollen rund 950 Millionen Euro in Krankenhäuser fließen, in Brandenburg etwa 460 Millionen Euro.
Auch Niedersachsen setzt auf den Ausbau der medizinischen Infrastruktur: Allein für Baumaßnahmen an der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universitätsmedizin Göttingen sind 850 Millionen Euro vorgesehen.
Langfristige Planung
Die Länder mussten ihre Investitionspläne bis Dienstag beim Bundesfinanzministerium einreichen. Das Sondervermögen in Höhe von insgesamt 500 Milliarden Euro ist auf einen Zeitraum von zwölf Jahren angelegt.

