Land fördert JägerhofQuartier und Asperger Bahnhofsareal mit 181.000 Euro

Geld vom Land für Ludwigsburg und Asperg: Das JägerhofQuartier erhält 85.000 Euro, damit aus einem neuen Wohngebiet eine echte Nachbarschaft wird. Asperg bekommt 96.000 Euro für einen städtebaulichen Wettbewerb, der zeigen soll, wie es mit dem Bahnhofsareal weitergeht.

Von der Redaktion (lb) – 11.44 Uhr

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Ludwigsburg/Asperg. Das Land Baden-Württemberg unterstützt zwei Vorhaben in Ludwigsburg und Asperg mit zusammen 181.000 Euro. Die Mittel stammen aus zwei unterschiedlichen Landesprogrammen. Bekanntgegeben hat die Förderung die Ludwigsburger Grünen-Landtagsabgeordnete Silke Gericke.

Aus Nachbarn sollen Bekannte werden

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Für das Projekt „JägerhofQuartier – verbindet Generationen“ erhält die Stadt Ludwigsburg 85.000 Euro aus dem Landesprogramm „Quartiersimpulse“. Das ist der Höchstbetrag, den Städte und Gemeinden dort bekommen können. Ludwigsburg gehört damit zu 15 Projekten, die das Sozialministerium in der aktuellen Runde mit insgesamt rund 1,2 Millionen Euro fördert.

Das JägerhofQuartier ist auf dem Gelände der ehemaligen Jägerhofkaserne entstanden. Laut Gericke hat die Wohnungsbau Ludwigsburg dort 161 Wohnungen, eine Kita sowie Büro- und Gewerbeflächen geschaffen. Nach dem Bau soll nun das Zusammenleben in den Mittelpunkt rücken. Geplant sind unter anderem Begegnungsangebote, ein barrierefreier Anlaufpunkt und ein Nachbarnetz. Ein Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung im Alter. Die Bewohner sollen über verschiedene Beteiligungsformate in die weitere Entwicklung einbezogen werden.

Gericke sieht darin den nächsten Schritt nach dem Bau des Areals. Viele Menschen seien erst in den vergangenen zwei Jahren eingezogen und kennten sich noch kaum. „Ein Gespräch im Hof, eine bekannte Person in der Nachbarschaft oder jemand, den man unkompliziert um Hilfe bitten kann, klingt zunächst nach einer Kleinigkeit. Für die Lebensqualität kann genau das entscheidend sein“, sagt die Abgeordnete.

Wettbewerb für das Asperger Bahnhofsareal

Die übrigen 96.000 Euro gehen nach Asperg. Dort unterstützt das Land einen städtebaulichen Realisierungswettbewerb für die Konversionsfläche am Bahnhof. Das Geld stammt aus dem Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Bahnhofsareal künftig genutzt werden kann. Dabei geht es vor allem um mögliche Wohnungen und eine Neuordnung des Verkehrs. Das Areal ist eines von vier zentralen Handlungsfeldern im Asperger Stadtentwicklungskonzept 2040, dessen ersten Teil der Gemeinderat im November 2025 beschlossen hat.

Gericke zufolge geht es darum, Wohnen, Arbeiten, Nahversorgung und Mobilität rund um den Bahnhof neu zu ordnen und vorhandene Flächen besser zu nutzen, bevor neue erschlossen werden.

Landesweit fördert das Ministerium in dieser Runde 27 Maßnahmen mit insgesamt rund 1,77 Millionen Euro. Aus dem Landkreis Ludwigsburg erhalten außerdem Eberdingen und Pleidelsheim jeweils rund 37.800 Euro.


Verwendete Quellen: Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg / Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg / Quartier 2030 / Pressemitteilungen von Silke Gericke MdL / Stadt Asperg