
Das Land Baden-Württemberg hat zahlreiche Projekte für den Rad und Fußverkehr im Raum Ludwigsburg in sein Förderprogramm aufgenommen. Profitieren sollen Ludwigsburg, Kornwestheim, Asperg und der Landkreis.
Von Lea Brandt – 08.26 Uhr
Ludwigsburg. Der Ausbau der Rad und Fußverkehrsinfrastruktur im Raum Ludwigsburg soll in den kommenden Jahren weiter vorankommen. Nach Angaben der Grünen Landtagsabgeordneten Silke Gericke sind 18 Maßnahmen aus dem Wahlkreis Ludwigsburg im aktuellen Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz für die Jahre 2026 bis 2030 enthalten.
Berücksichtigt werden Projekte in Ludwigsburg, Kornwestheim, Asperg und im Landkreis Ludwigsburg.
Viele Vorhaben bereits im Programm
In Ludwigsburg sind bereits mehrere Maßnahmen im Landesprogramm enthalten. Dazu zählen unter anderem die Radinfrastruktur in der Grönerstraße, der Mobilitätshub Reuteallee, die Fahrradstraße Fuchshof Schlösslesfeld, eine West Ost Radverkehrsachse im Bereich Waldäcker III, die Neuordnung der Ludwigsburger Straße zwischen Jakobstraße und Pflugfelder Straße, ein neuer Kreisverkehr mit separatem Radring an der Sternkreuzung, Verbesserungen in der Richard Wagner Straße, der Umbau der Solitudestraße zur Radachse sowie eine neue Rad und Fußwegfortführung im Bereich Waldäcker.
Neue Maßnahmen für Ludwigsburg selbst wurden für 2026 nach dieser Übersicht nicht zusätzlich aufgenommen.
Kornwestheim und Asperg mit neuen Vorhaben
In Kornwestheim kommen der Ausbau des Geh- und Radwegs im Bereich des Schulcampus Ost sowie die Einrichtung einer Fahrradstraße vom Jakob-Sigle-Platz bis zur Beethovenstraße neu hinzu.
Auch Asperg ist berücksichtigt. Bereits enthalten sind die Erneuerung der Radabstellanlage am Friedrich List Gymnasium sowie Fahrradabstellanlagen im Stadtgebiet.
Förderperspektive, aber noch keine endgültige Zusage
Gericke wertet die Aufnahme der Maßnahmen als Signal, dass sichere und attraktive Wege für den Alltagsverkehr weiter Priorität haben. Zugleich ist mit der Aufnahme in das Landesprogramm noch keine endgültige Förderung garantiert.
Die Kommunen müssen im nächsten Schritt konkrete Förderanträge bei den zuständigen Regierungspräsidien einreichen. Erst danach wird im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel über die tatsächliche Förderung entschieden.
Landesweit rund 1.000 Maßnahmen
Nach Angaben Gerickes umfasst das Landesprogramm insgesamt rund 1.000 Maßnahmen und löst Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro aus. Das Land stellt dafür rund 500 Millionen Euro bereit. In der Regel werden bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen, bei besonders klimafreundlichen Projekten bis zu 75 Prozent. „Das Programm zeigt, dass der Ausbau sicherer und attraktiver Wege bei uns vor Ort hohe Priorität hat. Jetzt gilt es, die Projekte zügig umzusetzen und die Mobilitätswende weiter voranzubringen.“ erklärt Gericke.

