
Die terrassierten Weinbergsteillagen im Landkreis Ludwigsburg stehen vor großen Herausforderungen. Trotz politischem Willen sieht die Verwaltung kaum neue Fördermöglichkeiten – viele Maßnahmen scheitern an rechtlichen und finanziellen Grenzen.
Von Lea Brandt – 09.06 Uhr
Ludwigsburg – Der Landkreis Ludwigsburg hat sich zur Sicherung der terrassierten Weinbergsteillagen positioniert und sieht trotz des Willens zum Erhalt der Kulturlandschaft nur begrenzte Handlungsmöglichkeiten. Das teilte die Kreisverwaltung in einer Stellungnahme auf einen offenen Brief der exNicrum Weinmanufaktur aus Hessigheim mit.
Landrat Dietmar Allgaier betonte, dass in den vergangenen Jahren bereits Initiativen wie die Regionalentwicklung Neckarschleifen angestoßen wurden, einzelne Vorhaben aber an rechtlichen oder finanziellen Hürden scheiterten.
Die im Brief vorgeschlagenen Ideen seien geprüft worden, hieß es weiter. Die Steillagen unterlägen bereits umfassenden Schutzregelungen, aus denen sich jedoch keine ausreichenden Finanzmittel für den langfristigen Erhalt generieren ließen.
Ein 2024 in Auftrag gegebenes Gutachten habe zudem keine neuen Fördermöglichkeiten jenseits der bestehenden EU-Programme aufgezeigt. Weitere finanzielle Unterstützung wäre nur über aufwendige Verfahren auf EU-Ebene möglich.
Positiv bewertet der Landrat den Vorschlag, durch freiwilligen Flächentausch Kernzonen für den Weinbau zu bilden.
Diesen Ansatz wolle die Verwaltung mit einem gebührenfreien Verfahren unterstützen. Trotz aktueller Rückschläge, wie der Ablehnung eines Förderantrags, werde das Engagement fortgesetzt, um Lösungen zu finden und für die Bedeutung der Steillagen zu sensibilisieren.
Allgaier dankte abschließend den Bewirtschaftern und Ehrenamtlichen vor Ort für ihren Einsatz.

