
Rund 3.500 Reinigungskräfte im Landkreis Ludwigsburg können sich ab Januar über spürbar mehr Lohn freuen. Der Branchen-Mindestlohn steigt auf mindestens 15 Euro pro Stunde, in der Außen- und Fassadenreinigung sogar auf 18,40 Euro. Die IG BAU Nordwürttemberg spricht von einem wichtigen Schritt zu mehr Fairness für einen körperlich anspruchsvollen Beruf. Auch die Ausbildungsvergütung im Gebäudereiniger-Handwerk wird angehoben.
Ludwigsburg (red/ag) – Sie machen alles picobello: Rund 3.480 Reinigungskräfte sorgen im Landkreis Ludwigsburg für Sauberkeit in Büros, Klassenzimmern und im Krankenhaus. Ab Januar bekommen sie dafür mehr Geld: Der Stundenlohn für Reinigungskräfte steigt auf mindestens 15 Euro. Das teilt die IG BAU Nordwürttemberg mit. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft beruft sich bei den Beschäftigtenzahlen auf Angaben der Arbeitsagentur.
„Wer Fassaden oder Fenster reinigt, bekommt jetzt sogar 18,40 Euro pro Stunde. Denn das ist der neue Mindestlohn für die Außenreinigung. Egal, wer wo saubermacht: Die neuen Lohn-Limits in der Gebäudereinigung sind das Minimum, das in der Gebäudereinigung bezahlt werden muss“, sagt Jürgen Ziegler von der IG BAU Nordwürttemberg. Alle 175 Gebäudereiniger-Unternehmen im Landkreis Ludwigsburg müssten sich daran halten.
„Gebäudereinigerinnen und Fassadenreiniger sorgen für Sauberkeit. Sie machen im Kreis Ludwigsburg einen wichtigen und harten Job. Der wird durch die neuen Branchen-Mindestlöhne jetzt deutlich fairer bezahlt“, sagt Ziegler. Auch eine Ausbildung im Gebäudereiniger-Handwerk lohne sich: „Azubis starten ihre Ausbildung mit 1.000 Euro im Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr gehen sie mit 1.150 Euro nach Hause. Und im dritten Jahr haben Gebäudereiniger-Azubis 1.300 Euro pro Monat im Portemonnaie“, so der stellvertretende Vorsitzende der IG BAU Nordwürttemberg, Jürgen Ziegler.



