Ludwigsburg baut Luftfiltersäulen an der Schlossstraße teilweise ab

Fünf Luftfiltersäulen verschwinden von der Ludwigsburger Schlossstraße. Die Anlagen, die seit 2021 zwischen Marstallstraße und Kaffeeberg zum Stadtbild gehörten, werden am Mittwoch, 15. Juli, abgebaut. Verschrottet werden sie aber nicht: Sie sollen künftig bei einem Stuttgarter Logistikbetrieb weitergenutzt werden.

Von Lea Brandt – 14.07 Uhr

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Ludwigsburg. Wer in den vergangenen Jahren über die Schlossstraße gefahren oder am Residenzschloss vorbeigelaufen ist, kam an ihnen kaum vorbei. Die Luftfiltersäulen standen dort als sichtbares Zeichen für ein Problem, das Ludwigsburg lange beschäftigte: zu hohe Stickstoffdioxidwerte an der vielbefahrenen B 27. Nun wird ein Teil dieser Anlagen wieder abgebaut.

Die Technischen Dienste der Stadt Ludwigsburg entfernen am Mittwoch fünf der insgesamt 15 Luftfiltersäulen. Die Arbeiten erfolgen nach Angaben der Stadt in Abstimmung mit dem baden-württembergischen Verkehrsministerium und dem Regierungspräsidium Stuttgart.

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Die abgebauten Anlagen sollen künftig im Logistikbetrieb der Firma L. W. Cretschmar GmbH & Co. KG in Stuttgart weiterverwendet werden. Der Kontakt kam laut Stadt durch die Vermittlung des Herstellers MANN+HUMMEL zustande. Zu den finanziellen Bedingungen der Weitergabe machte die Stadt keine Angaben.

Aufgestellt wurden die 15 Luftfiltersäulen im Sommer 2021 zwischen Marstallstraße und Kaffeeberg. Vorausgegangen war ein Beschluss des Gemeinderats vom Dezember 2020. Hintergrund waren damals anhaltende Überschreitungen der Stickstoffdioxid-Grenzwerte an der Schlossstraße.

Tempo 40 und die Busspur reichten nach damaliger Einschätzung nicht aus, um die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Deshalb entschied sich die Stadt für den zusätzlichen Einsatz der Luftfiltersäulen.

Die Anlagen waren bis Ende 2024 in Betrieb. Nach Darstellung der Stadt trugen sie dazu bei, die Luftqualität entlang der Schlossstraße zu verbessern und die Grenzwerte einzuhalten.

Zehn Luftfiltersäulen bleiben im Eigentum der Stadt. Sie sollen bei Bedarf kurzfristig wieder eingesetzt werden können.

Die Fundamente der fünf abgebauten Anlagen werden aus Kostengründen nicht entfernt. Stattdessen will die Stadt dort vorhandene Pflanzkübel aufstellen. Damit soll der Bereich vor dem denkmalgeschützten Grafenbau und in Nähe des Residenzschlosses optisch aufgewertet werden.