
Ludwigsburg ist bei der Unwetterlage am Donnerstagabend vergleichsweise glimpflich davongekommen. Größere Schäden blieben nach Angaben der Feuerwehr aus. Dennoch mussten rund 50 Einsatzkräfte zu elf Einsätzen ausrücken.
Von Lea Brandt – 11.05 Uhr
Ludwigsburg. Schon in den frühen Abendstunden hatten Wetterdienste und Unwetter-Apps vor einer Gewitterfront mit Starkregen und teils starken Windböen gewarnt. Das Stadtgebiet Ludwigsburg wurde nach Angaben der Feuerwehr am Ende nur von den Ausläufern des Unwetters getroffen. Ganz ohne Folgen blieb der Abend aber nicht.
Die Feuerwehr beobachtete die Wetterlage fortlaufend über ihren Führungsdienst. Bereits vorsorglich wurden mehrere Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr Ludwigsburg besetzt, um auf ein erhöhtes Einsatzaufkommen vorbereitet zu sein. Später wurde auch das Führungshaus auf der Hauptfeuerwache besetzt. Von dort aus wurden die eingehenden Einsätze koordiniert.
Im Stadtgebiet mussten die Einsatzkräfte vor allem unwetterbedingte Schäden beseitigen. Der Schwerpunkt lag auf umgestürzten Bäumen und herabgefallenen Ästen, die Straßen blockierten oder auf Fahrzeuge gestürzt waren. Teilweise waren ganze Bäume samt Wurzelwerk umgestürzt und mussten mit Motorkettensägen entfernt werden.
Zu den Einsatzstellen gehörte unter anderem ein Wasserschaden in einem Gebäude im Stadtteil Hoheneck, der durch Starkregen verursacht wurde. In der Oststraße war ein Baum auf einen Pkw und die Fahrbahn gestürzt. Auch dort musste die Feuerwehr tätig werden.
Parallel unterstützte die Feuerwehr Ludwigsburg auch Einsatzkräfte in anderen Kommunen. Bereits um 20.12 Uhr wurde eine Drehleiter nach Bietigheim-Bissingen zu einem Brandmeldealarm alarmiert. Wenige Minuten später folgte der Abrollbehälter Technische Hilfeleistung wegen eines gemeldeten Gebäudeeinsturzes ebenfalls nach Bietigheim-Bissingen. In beiden Fällen war nach der Lageerkundung kein weiteres Eingreifen der Ludwigsburger Kräfte erforderlich.
Um 21.12 Uhr wurde außerdem der Gerätewagen Messtechnik nach Sersheim alarmiert. Dort war Gasgeruch gemeldet worden. Die Ludwigsburger Feuerwehr unterstützte die örtlichen Kräfte mit Messtechnik.
Insgesamt arbeitete die Feuerwehr Ludwigsburg im Zusammenhang mit der Unwetterlage elf Einsätze ab. Rund 50 Einsatzkräfte waren mit zehn Fahrzeugen bis etwa 22.30 Uhr im Einsatz.
Die Feuerwehr weist darauf hin, dass auch nach dem Ende einer Unwetterlage noch Gefahr bestehen kann. Durch Windböen vorgeschädigte Äste und Bäume können zeitverzögert abbrechen oder umstürzen. Bürgerinnen und Bürger sollten deshalb in Waldgebieten, Parkanlagen und entlang von Baumreihen weiterhin vorsichtig sein.
Wenn umgestürzte Bäume oder herabfallende Äste Menschen gefährden oder Verkehrswege blockieren, sollte umgehend der europaweite Notruf 112 gewählt werden.


