
Im Schillerdurchlass beginnt heute eine entscheidende Bauphase für das Ludwigsburger Fernwärmenetz. Für voraussichtlich sechs Wochen fällt die Fahrspur stadteinwärts weg, der Verkehr wird umgeleitet. Die neue Leitung soll künftig Wärme aus dem Westen der Stadt bis ins Zentrum und in den Osten transportieren.
Von der Redaktion (lb) – 11.41 Uhr
Ludwigsburg. Autofahrer müssen sich im Schillerdurchlass ab Mittwoch, 19. August, auf deutliche Einschränkungen einstellen. Wie die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim mitteilen, beginnt dort die siebte Bauphase des Projekts Schillerstraße.
Für die Verlegung neuer Fernwärmehauptleitungen und Gasleitungen entfallen voraussichtlich sechs Wochen lang die beiden südlichen Fahrspuren des Durchlasses. Stadtauswärts bleibt ein Fahrstreifen geöffnet. Wer stadteinwärts fährt, wird zunächst umgeleitet.
Die Umleitung ist ausgeschildert. Gleichzeitig arbeiten SWLB und Stadt nach eigenen Angaben an einer Ampellösung, mit der der Schillerdurchlass möglichst noch vor Ende der Sommerferien wieder in beide Richtungen für Autos geöffnet werden könnte.
Fußgänger und Radfahrer können den Durchlass während der gesamten Bauzeit weiterhin in beide Richtungen nutzen.
Fernwärme muss unter der Bahn hindurch
Hinter den Verkehrsbehinderungen steckt ein wichtiger Schritt beim Ausbau des Fernwärmenetzes. Ein Großteil der Ludwigsburger Wärmeerzeugungsanlagen liegt westlich der Bahnlinie. Soll die dort produzierte Wärme auch verstärkt in die Innenstadt und in die östlichen Stadtteile gelangen, muss die Bahntrasse an geeigneten Stellen gequert werden.
„Da die meisten unserer Erzeugungsanlagen im Westen der Stadt liegen, benötigen wir Transportleitungen nach Osten“, erklärt Stefan Seele, Bereichsleiter Wärme und Erzeugung bei der SWLB.
Konkret soll über die neue Querung Wärme aus dem Biomethan-Blockheizkraftwerk Waldäcker III in die Mitte und den Osten Ludwigsburgs transportiert werden.
Bislang gibt es nach Angaben der Stadtwerke lediglich zwei weitere Fernwärme-Querungen der Bahnlinie: weiter nördlich in der Asperger Straße und südlich in der Elmar-Doch-Straße.
Parallel bleibt auch die Schillerstraße gesperrt
Zusätzlich erschwert werden kann die Verkehrslage durch die parallel laufenden Arbeiten in der Schillerstraße. Dort besteht ebenfalls eine Sperrung.
Wie lange die Einschränkungen im Schillerdurchlass tatsächlich bestehen bleiben, hängt auch davon ab, ob die geplante Ampellösung frühzeitig umgesetzt werden kann. Für die gesamte Bauphase veranschlagen die Stadtwerke zunächst rund sechs Wochen.


