
Von der Redaktion – 09.41 Uhr
Ludwigsburg. Am Rathaus soll am 17. Mai ein sichtbares Zeichen gesetzt werden: Die Stadt Ludwigsburg hisst zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit die Flagge der Queer-Community. Der Tag erinnert daran, dass Homosexualität am 17. Mai 1990 von der Weltgesundheitsorganisation aus dem Diagnoseschlüssel für Krankheiten gestrichen wurde.
Für Ludwigsburg ist die Aktion mehr als ein symbolischer Akt. In einer Stadtgesellschaft, in der Zusammenhalt, Sicherheit und gegenseitiger Respekt immer wieder neu verhandelt werden müssen, geht es auch um die Frage, wer sich im öffentlichen Raum gesehen und geschützt fühlt.
LGBTQAI+ steht für lesbische, schwule, bisexuelle, trans, queere, asexuelle und intergeschlechtliche Menschen. Das Pluszeichen schließt weitere geschlechtliche Identitäten und sexuelle Orientierungen ein.
Erste Bürgermeisterin Renate Schmetz betont die Bedeutung des Aktionstags für die Stadt: „Auch am diesjährigen IDAHOBIT setzen wir als Stadt ein klares Zeichen für Respekt, Vielfalt und ein friedliches Miteinander. Jeder Mensch hat das Recht, ohne Angst zu leben, zu lieben und gesehen zu werden – unabhängig von sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass sich in Ludwigsburg alle sicher, akzeptiert und wertgeschätzt fühlen. Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt haben bei uns keinen Platz. Stattdessen stehen wir füreinander ein, hören einander zu und begegnen uns mit Respekt.“
Die Gleichstellungbeauftragte, Dr. Kristina Wolff, ergänzt: „Vielfalt ist keine Herausforderung, die es zu bewältigen gilt – vielmehr ist sie eine Stärke, die uns verbindet und bereichert.“
Der Internationale Aktionstag macht weltweit auf Diskriminierung, Hass und Gewalt gegen queere Menschen aufmerksam. In Ludwigsburg soll die Flagge vor dem Rathaus daran erinnern, dass Vielfalt nicht nur ein Begriff aus offiziellen Erklärungen ist, sondern im Alltag einer Stadt sichtbar bleiben muss.

