
29 Einsatzstellen in nur vier Tagen, zeitweise drei Einsätze gleichzeitig: Die Feuerwehr Ludwigsburg war seit Donnerstag nahezu im Dauereinsatz. Besonders aufwendig blieb der Brand im Gebäudekomplex an der Martin-Luther-Straße, wo sich Feuer tief in einer Dehnfuge festgesetzt hatte und die Einsatzkräfte über mehrere Tage beschäftigte.
Von der Redaktion (lb) – 11.21 Uhr
Ludwigsburg. 29 Einsatzstellen innerhalb von vier Tagen, zeitweise drei Einsätze gleichzeitig und ein Brand, der die Feuerwehr über das gesamte Wochenende beschäftigte: Für die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr Ludwigsburg liegen arbeitsreiche Tage hinter ihnen.
Wie die Feuerwehr Ludwigsburg am Montag mitteilt, mussten die Einsatzkräfte seit Donnerstag zu rund 29 Einsatzstellen ausrücken. Das Spektrum reichte von Kleinbränden und Türöffnungen über Brandmeldealarme und die Unterstützung des Rettungsdienstes bis zu größeren Brandeinsätzen.
Besonders aufwendig blieb die Lage im Wohnkomplex an der Martin-Luther-Straße. Dort war die Feuerwehr bereits am Freitag wegen einer Rauchentwicklung im Dachbereich angerückt. Der Einsatz entwickelte sich zu einem über mehrere Tage andauernden Dehnfugenbrand.
Das Feuer hatte sich tief im Inneren der Gebäudekonstruktion festgesetzt. Solche Brände gelten als besonders schwierig, weil sich brennbare Dämmstoffe in schmalen Zwischenräumen entzünden können und sich das Feuer von außen weitgehend unbemerkt ausbreiten kann.
Brandbekämpfung über mehrere Tage
Die Einsatzkräfte mussten deshalb an mehreren Stellen gezielt Öffnungen am Gebäude schaffen. Löschlanzen und weitere Löscheinrichtungen kamen sowohl von innen als auch von außen zum Einsatz. Das Technische Hilfswerk Ludwigsburg unterstützte die Feuerwehr unter anderem bei notwendigen Bohrungen.
Eine zusätzliche Gefahr stellte nach Angaben der Feuerwehr der sogenannte Kamineffekt dar. Dadurch konnte sich das Feuer innerhalb der Fuge nach oben, unten oder seitlich weiter ausbreiten. Wiederholte Kontrollen und Nachlöscharbeiten waren deshalb auch am Samstag und Sonntag erforderlich.
Das betroffene Gebäude wurde während des Einsatzes geräumt. Teile des Gebäudes waren auch nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen weiterhin nicht bewohnbar.
Unterstützt wurde die Feuerwehr Ludwigsburg dabei vom DRK-Ortsverein Ludwigsburg, dem THW Ludwigsburg, der Polizei sowie der Feuerwehr Stuttgart.
Feuer in Umkleidegebäude
Parallel dazu beschäftigten weitere Brände die Einsatzkräfte. Am Sonntag gegen 10.25 Uhr brannte ein Umkleidegebäude in der Fuchshofstraße. Zwei Atemschutztrupps bekämpften das Feuer mit zwei Löschrohren. Eine Drehleiter wurde eingesetzt, um den Dachbereich zu kontrollieren und eine weitere Ausbreitung auszuschließen.
Rund 30 Einsatzkräfte und sechs Fahrzeuge waren dort etwa zwei Stunden gebunden. Währenddessen wurde die Hauptfeuerwache mit haupt- und ehrenamtlichem Personal nachbesetzt, damit die Feuerwehr auf weitere Notrufe reagieren konnte.
Auch kleinere Einsätze summierten sich über die vergangenen Tage. Am Donnerstag rückte die Feuerwehr siebenmal aus, am Freitag zehnmal, am Samstag fünfmal und am Sonntag zu sieben Einsatzstellen. Darunter waren brennende Mülleimer und Gullyeinläufe, Türöffnungen, Brandmeldealarme und ein geplatzter Handy-Akku.
Beim Lichterzauber am Samstagabend stellte die Feuerwehr zudem die Brandsicherheitswache für das Feuerwerk.
Am Sonntagabend folgte gegen 21.53 Uhr ein weiterer Einsatz wegen einer Rauchentwicklung in der Körnerstraße. Die Feuerwehr setzte dort ein Kleinlöschgerät ein und belüftete den betroffenen Bereich. Nach rund 45 Minuten war der Einsatz beendet.
Trotz zeitweise mehrerer paralleler Einsatzstellen habe die Einsatzbereitschaft durch das Zusammenspiel von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräften aufrechterhalten werden können, teilte die Feuerwehr mit.
Verwendete Quelle: Feuerwehr Ludwigsburg


